
Spieltag 1 der Branne Dartsliga
Spieltag 1 der Branne Dartsliga 1.Kapitel eins der Anleitung Es war einmal ein Dartspieler, der vor dem ersten Spieltag der Saison 2026/27 in einen
Spieltag 1 der Branne Dartsliga
Es war einmal ein Dartspieler, der vor dem ersten Spieltag der Saison 2026/27 in einen Laden ging. Nicht irgendein Laden. Der Laden, in dem Hoffnung in Samt ausgelegt wird und Carbon-Wellen so glänzen, als hätten sie schon einmal eine 180 geworfen – in einem anderen Leben, bei einem anderen Besitzer, der das natürlich nie zugeben würde.
Er kaufte. Natürlich kaufte er. Gute Pfeile, teure Pfeile, Pfeile mit Namen, die klingen wie Medikamente, und Preise, die klingen wie eine kleine Strafanzeige. Der Verkäufer nickte ehrfürchtig. Die Tasche war schwer. Das Gewissen war leicht. So fängt jede Anleitung zum Dartprofi an: nicht mit Talent, sondern mit einem Kassenbon.
Zuhause, noch vor dem ersten Wurf, waren die neuen Pfeile unschuldig. Sie lagen da wie Heilige. Sie würden treffen. Sie mussten treffen. Sie hatten schließlich genug gekostet.
Dann kam der Abend. Die Oche rief, die Kneipenlampen taten so, als wären sie Flutlicht, und irgendwo zwischen dem ersten Aufwärmwurf und dem zweiten Bier geschah das, was in der Brannedarts Liga Gesetz ist: Der Pfeil flog daneben. Der Spieler sah nicht auf die eigene Hand. Er sah auf das Carbon. Und er sagte den Satz, mit dem Kapitel eins eröffnet wird: „Heute haben die einfach keine Lust.“
Spieltag 1 hat genau so begonnen. In drei Ligen wurden die ersten Kapitel live geschrieben – mit der ersten 180 der Saison, einem 162er-Checkout, Unentschieden, die sich weigerten, einen Schuldigen zu nennen, und Teams, deren Pfeile den Kassenbon offenbar noch nicht gelesen hatten. Willkommen zurück. Die Anleitung läuft. Die Angeklagten sitzen im Köcher.
180 | HIGHLIGHT A-LIGA · ERSTE MAXIMUM DER SAISON Steven Krason (Skywalker) Drei Würfe, ein Heiligenschein. Danach dürfen die Pfeile den Rest des Abends wieder unschuldig sein. |
Oben, wo die Trikots glänzen und die Ausreden teurer sind, eröffnete die A-Liga die Saison mit einem Abend, der sich weigerte, klare Urteile zu fällen. Zwei Unentschieden, ein klarer Machtwechsel an der Spitze, ein Gastspiel, das die Sterne vom Himmel holte – und ein Duell, das erst gar nicht erschien. Die Pfeile hatten ihren ersten Arbeitstag. Nicht alle haben ihn überstanden, ohne vorgeladen zu werden.
Fritze Bullmann nahm Die Rabauken mit 13:5 auseinander (26:15 Legs) und setzte sich damit sofort an die Spitze. Das war kein vorsichtiges Abtasten, das war ein Statement: Wer hier mit neuen Pfeilen und altem Selbstbewusstsein aufläuft, darf danach auch mal die Tasche loben. Die Rabauken dürfen den Köcher anklagen. Die Tabelle tut es bereits – Platz 10 nach Spieltag 1 ist hart, aber ehrlich.
Ally Pally reiste zu den Sternendarter und ging mit 12:6 (25:15 Legs) wieder. Grün auf dem Spielzettel, Platz 2 in der Tabelle, und irgendwo in der Gaststätte ein Satz, den man in dieser Liga jedes Jahr im August hören kann: „Unsere Pfeile waren heute nicht dabei.“ Die von Ally Pally schon. Die haben den Weg zur Scheibe offenbar ohne Umweg über die Anklagebank gefunden.
Und dann die Klassiker des ersten Kapitels: zwei 9:9. Rädeler Welshunter 1 und Preussen Darter teilten die Sets, die Legs gingen 20:23 an die Preussen. Ein Punkt für beide, ein leichtes Grinsen für Preussen, und für Welshunter 1 die erste Lektion der Saison: Unentschieden sind die einzige Spielform, bei der man den Pfeilen die Schuld geben kann, ohne dass der Gegner widerspricht – weil der dasselbe tut.
Dasselbe Stück, andere Bühne: Bull King’s gegen Die Findelkinder, ebenfalls 9:9, diesmal 22:19 Legs für die King’s. Vier Teams auf einem Punkt, sortiert nur noch nach dem feinen Unterschied, ob die Pfeile in den Legs Gnade kannten. Die Findelkinder stehen damit auf Platz 6, die King’s auf Platz 4 – und beide können behaupten, eigentlich gewonnen zu haben. Das ist Dart. Das ist Kapitel eins.
Pink Panter gegen Netzener Dragons fand nicht statt. Beide stehen bei null, beide dürfen behaupten, ihre Pfeile seien in Bestform – ungespielt, unbeschuldigt, unschuldig. Ein Privileg, das nach Spieltag 2 vorbei sein wird.
Leistung | Spieler | Wert | Anzahl |
Highscore | Steven Krason (Skywalker) | 180 | 1 |
Highscore | Ronny Thranow | 171 | 2 |
Highfinish | Seckin Senean (Hans) | 110 | 1 |
Highfinish | Jan Hischke (Bullcino) | 107 | 1 |
Highfinish | Devid Verse (Rambo) | 104 | 1 |
Short Game | Pascal Wiese (Comp@s) | 17 Darts | 1 |
Short Game | Ronny Thranow | 18 Darts | 1 |
Short Game | Falk Pelz (The Brain) | 19 Darts | 1 |
Short Game | Alexander Krentz (Alex) | 19 Darts | 1 |
Short Game | Ronny Thranow | 19 Darts | 1 |
Short Game | Steven Krason (Skywalker) | 20 Darts | 1 |
Short Game | Pascal Wiese (Comp@s) | 20 Darts | 1 |
Short Game | Stefan Kettel | 20 Darts | 1 |
162 | HIGHLIGHT DES SPIELTAGES · HIGHFINISH Christian Krahlisch (Büffel) Hundertzweiundsechzig. Der Gegner klatscht, die Pfeile sind entlastet, das Kapitel ist geschrieben. |
In der B-Liga wurde weniger verhandelt und mehr vollstreckt. Die Zöllner beschlagnahmten bei den Teufelsdarter so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest war: 14:4, 30:13 Legs. Platz 1, Satzdifferenz +10, Legdifferenz +17. Wenn Pfeile schuldig sein können, dann waren es an diesem Abend die der Teufelsdarter. Die der Zöllner hingegen dürfen im Köcher bleiben und sich auf die Schulter klopfen. Oder auf den Flight. Je nachdem, was teurer war.
Den Moment des gesamten Spieltages – aller drei Ligen – lieferte Christian Krahlisch, genannt Büffel. Ein 162er-Checkout. Hundertzweiundsechzig. Das ist die Sorte Zahl, bei der selbst der Gegner kurz klatscht, bevor er sich erinnert, dass er gerade verloren hat. In diesem Augenblick waren die Pfeile unschuldig. Beweisbar. Dokumentiert. Und Büffel packte noch ein 21-Dart-Game obendrauf, als wollte er sagen: Nicht nur der letzte Pfeil kann heldenhaft sein. Auch die davor.
Die Schwarzfahrer kamen bei Skorpio mit 12:6 (28:14 Legs) durch und stehen damit auf Platz 2. Skorpio, Platz 8, darf den Köcher zur Rede stellen. Rädeler Welshunter 2 gewann ein enges 10:8 (25:20) gegen die Spielverderber – der klassische Sieg, nach dem beide Seiten denselben Satz sagen, nur mit anderem Gesicht: „Hätte der eine Pfeil gesessen…“ Bei Welshunter 2 hat er gesessen. Bei den Spielverderbern sitzt er noch in der Anklage.
Die Knallerbsen und Netzener Dragons 2 einigten sich auf 9:9, Legs 22:23 für die Dragons. Wieder so ein Unentschieden, bei dem die Tabelle haarscharf sortiert: Dragons 2 auf Platz 4, Knallerbsen auf Platz 5, ein Leg als Richter. Die Abschmecker hatten spielfrei. Ihre Pfeile sind nach wie vor unschuldig. Ein Zustand, den man in dieser Liga nicht lange halten kann.
Leistung | Spieler | Wert | Anzahl |
Highfinish | Christian Krahlisch (Büffel) | 162 | 1 |
Highfinish | Maik Buch (Buchi) | 110 | 1 |
Highfinish | Oliver Schulze (Scholle) | 101 | 1 |
Short Game | Christian Krahlisch (Büffel) | 21 Darts | 1 |
Short Game | Tobi Simon | 21 Darts | 1 |
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11 | HIGHLIGHT C-LIGA · SHORT GAME Marcus Ziebell Elf Darts. In der C-Liga klingt das nach Hexerei – oder nach Pfeilen, die ausnahmsweise mitgearbeitet haben. |
Die C-Liga ist, wie immer, der Ort, an dem die Geschichten länger sind als die Checkouts. Vier Spiele, vier Sieger, ein spielfreies Team – und eine Tabelle, in der alle Gewinner drei Punkte haben, aber sehr unterschiedliche Ausreden. Die Löwen gingen bei den Minion’s mit 12:6 (29:20) durch und führen die Liga an. Nicht, weil ihre Pfeile besser waren als die der Höllenhunde. Sondern weil das Set-System so entschieden hat. Die Höllenhunde haben nämlich die beste Legdifferenz des Abends (+12) und sitzen trotzdem nur auf Platz 3. Anklagen kann man in so einem Fall nicht die Pfeile. Höchstens die Mathematik.
Die Tigers fingen die Füchse Grün-Weiss Klein Kreutz mit 12:6 (24:16). Ein Auftakt nach Lehrbuch: Platz 2, plus acht Legs, und ein Auftakt, bei dem noch niemand den Pfeilen böse ist. Die Füchse stehen auf Platz 8. Sie dürfen den Köcher zur Kasse bitten. Die Tigers dürfen ihn noch eine Woche lang in Ruhe lassen.
Ossibande gegen Pfeilpiraten war das C-Liga-Kammerspiel: 10:8 für die Ossibande, Legs 22:22. Gleich viele Legs, unterschiedliche Sets, ein Sieger. Das ist der Moment, in dem beide Mannschaften dieselbe Geschichte erzählen und nur das Ende vertauschen. Die Piraten bleiben bei null Punkten, die Ossibande nimmt die drei mit und tut so, als wäre 22:22 ein klarer Fall gewesen.
Die Höllenhunde gewannen gegen die Pinte 11:7 (27:15). Kein Kantersieg, aber einer mit Biss: zwölf Legs Vorsprung, Platz 3, und die Gewissheit, dass die neuen Pfeile – oder die alten, je nachdem, wem man glaubt – heute Dienst getan haben. Die Pinte steht auf Platz 7 und hat die schlechteste Legdifferenz der Liga. Kapitel eins, Lektion zwei: Nicht jeder Einkauf zahlt sich am ersten Abend aus.
Spielfrei: Die Abschmecker 2. Platz 5 ohne geworfen zu haben – in der C-Liga eine völlig respektable Ausgangslage. Ihre Pfeile sind noch unschuldig. Das ändert sich nächste Woche.
Leistung | Spieler | Wert | Anzahl |
Highscore | Steven Ziehe (Stiffler) | 171 | 1 |
Highfinish | Petra Canaj (Petty) | 105 | 1 |
Highfinish | Roy Meyer (Roy) | 101 | 1 |
Short Game | Marcus Ziebell | 11 Darts | 1 |
Short Game | Tobias Ladwig (Keule) | 12 Darts | 1 |
„Gute Pfeile kaufen – und ihnen die Schuld geben“ – die offizielle, absolut ernst gemeinte Brannedarts-Liga-Definition:
Der erste und wichtigste Schritt auf dem langen Weg zum Profi. Man investiert ein kleines Vermögen in Carbon-Wellen und Swiss Points, nur um später zu behaupten, die Dinger hätten ‚heute einfach keine Lust gehabt‘. Die Pfeile sind immer unschuldig.
| Brannedarts Liga Saison 2026/27 · Anleitung zum Dartprofi WhatsApp +49 15565 031041 Mail brannedartsliga@outlook.de Web www.brannedartsliga.de Medienbeauftragter: Pascal Wiese (Comp@s) |

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