
Sieg der Stahl-Frauen gegen Beelitz – Klare Steigerung in Hälfte zwei
Sieg der Stahl-Frauen gegen Beelitz – Klare Steigerung in Hälfte zwei Nach vier Wochen Pause hatten die Frauen der BSG Stahl Brandenburg am Sonntag ihrenHeimauftritt
Stahl - Niederlage gegen Petershagen. Wie das Wetter so das Spiel
In den zuvor vier Spielen der Rückrunde in der Brandenburgliga erspielte sich die BSG Stahl Brandenburg vier Unentschieden. Diese Serie ist am Sonnabend im Heimspiel gegen das Schlusslicht SV Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf gerissen. Vor 377 Zuschauer kassierten die Brandenburger eine peinliche 0:2-Schlappe. Einsatzwillen konnte man ihnen nicht absprechen, doch was aus den Bemühungen heraussprang war dürftig.
Gegen tiefstehende Gäste hatten die Platzherren es schwer Akzente zu setzen. Es wurde
überwiegend mit langen Pässen operiert, das Spielerische kam dabei zu kurz. Sicherlich ist es mühsam auf dem Untergrund mit Kombinationsfußball über mehrere Stationen zum Erfolg zu kommen, doch nur „Lang Holz“ kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Nach einer Viertelstunde lag die Führung aber dennoch in der Luft. Pavel Sachs lief energisch in den Strafraum, scheiterte aber am SV-Torwart Emmanouil Demenikos. Zum Abpraller stieg Nils Müller zusammen mit einem Abwehrspieler hoch, der geblockte Ball strich am rechten Pfosten vorbei.
In der 21. Minute ging es nach Ballverlust im Mittelfeld schnell über die linke Seite der Blau-Weißen. Die scharfe Hereingabe jagte Jose Raimundo Silva Magalhaes unter die Latte zum 1:0. Ausgerechnet der Ex-Stahlspieler, der im Winter nach Petershagen wechselte, vollendete die einzige Gästechance im ersten Durchgang eiskalt. Dass muss man den Petershageber anerkennen, dass sie sich, obwohl der Abstieg zum Saisonende bereits feststeht, nicht hängenlassen. Im Gegensatz zu den Brandenburgern spielten sie frei auf, hatten nichts zu verlieren.
Was die Stahl-Elf auch offensiv probierte, es war alles glücklos. Nennenswert vor der Pause war noch ein Kopfball von Romain Joel Siabe Tegefouet nach einer Ecke und ein Konter in der 40. Minute über Müller, der gut auf die linke Seite passte, doch Ibraima Cante verstolperte die gute Gelegenheit. So freuten sich die Gäste zur Halbzeit über eine glückliche Führung. Ein Angriff genügte. Besonders bitter für Stahl-Schlussmann Felix Baitz, der ansonsten im ersten Durchgang nichts zu tun bekam.
Dies änderte sich nach dem Seitenwechsel. Zweimal musste er in der 60. und 62. Minute rechtzeitig aus seinem Kasten eilen und in höchster Not retten. Die einzige echte Torchance im zweiten Durchgang für die Gastgeber hatte in der 71. Minute Cante, dessen Schuss aus 14 Meter Demenikos zur Ecke klärte. Ansonsten sahen die Stahl-Fans planloses Anrennen, ohne eine echte Idee die gegnerische Abwehr zu überlisten. Hinzu kam, dass die Angreifer Cante, Lamin Jatta oder Benjamin Nwatu häufig mit zu viel Engagement in ihre Einsätze gingen, die dann vom Schiedsrichter abgepfiffen wurden.
Die Blau-Weißen wurden von Minute zu Minute selbstsicherer, sie ahnten, dass es für sie etwas zu holen gab. Aus einer sicheren Abwehr kamen sie, im Gegensatz zur ersten Hälfte, zu einigen guten Offensivansätzen. In der 83. Minute wurde Raif Yaman im linken Strafraum freigespielt, er lief ein paar Schritte und überwand Baitz mit einem Flachschuss zum 2:0. Anschließend passierte etwas seltenes im Stahl-Stadion. Scharenweise verließen Besucher vorzeitig das Stadion, weil sie keine Hoffnung auf Besserung verspürten. Sie sollten recht behalten, auch in der verbliebenen Restzeit
gelang den Brandenburgern kein vernünftiger Angriff, sie blieben drucklos. So bescheiden wie das Wetter – über 90 Minuten nur Regen – so war auch das Spiel der Stahlmannschaft.
Trainer Robert Pocrnic reagierte verärgert nach dem Schlusspfiff, hatte nur einen Kommentar übrig: „Das war eine bodenlose Vorstellung.“ Die Verunsicherung nach den vier sieglosen Parteien war in fast jeder Aktion der Stahlspieler spürbar. Zum Glück hat die Mannschaft nun zwei Wochen spielfrei.
Was sie dringend benötigt, ist ein Erfolgserlebnis. Bloß dafür muss sie in den Spielen mehr investieren. Vielleicht gelingt es am 11. April in der Auswärtspartie bei der TSG Einheit Bernau.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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