BSG Stahl: Pokal-Aus in Eberswalde


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Die BSG Stahl Brandenburg kommt nicht in Tritt. In der Brandenburgliga kassierten sie zum Teil unglückliche Niederlagen und nun setzte sich der Trend im Landespokal fort. Beim Landesligisten FV Preussen Eberswalde unterlagen die Brandenburger mit 2:3. Und nach dem Spielverlauf kam der „Underdog“ zu Recht eine Runde weiter.

Den besseren Start legte der Favorit hin. In der 4. Minute schickte Jonas Günther mit einem feinen Pass Ben Dayan Bleiß, der ließ den Preussen-Keeper Philipp Heidbrecht aussteigen und schob aus 20 Metern zur Führung ein. Fünf Minuten später schien schon das 2:0 fällig. Bleiß konterte über die rechte Seite, seine scharfe Eingabe vor dem gegnerischen Tor verpasste Caner Öczin haarscharf.

Danach fanden die Gastgeber ihren Rhythmus, überraschten die Gäste mit ihrer klugen Spielanlage. Stahl-Schlussmann Martin Titze konnte sich nicht über einen Mangel an Arbeit beklagen. In der 12. und 23. Minute musste er bei zwei Versuchen aus spitzem Winkel zweimal richtig eingreifen. Mitte der ersten Hälfte hatte er Glück bei einem abgefälschten Ball, da kam er gerade noch rechtzeitig heraus (33.) um den Einschlag zu verhindern. Kurz darauf meldeten sich die Brandenburger zurück. Knapp hinter der Mittellinie fiel der Ball Öczin (35.) vor die Füße. Er sah, dass Heidbrecht weit vor seinem Kasten stand, versuchte es mit einem Heber, der auf dem Tornetz landete.

Nur ein paar Minuten später erspielten sich die Preussen ihre nächste Chance. Den Schuss aus spitzem Winkel parierte Titze, der Nachschuss strich am langen Pfosten vorbei. Dann hatten die Gäste Glück als der Ex-Stahlspieler Diego Lima De Mello den Ball nicht richtig traf. In diesen beiden Situationen war der Ausgleich möglich. Aber auch die Brandenburger hatten noch eine Gelegenheit vor der Pause, der gefühlvolle Schlenzer von Bleiß landete jedoch auf dem Tornetz.

Zur Nervenberuhigung wünschte man den Gästen ein zweites Tor. Doch auch nach dem
Wiederanpfiff besserte sich das Spiel der Stahlmannschaft nicht. Gerade in der Offensive hemmte sie sich selbst, weil die klaren Strukturen fehlten, viele Pässe beim Gegner landeten. So kam kaum Torgefahr auf, höchstens durch Zufall, wie in der 65. Minute als nach einem hohen Ball Adrian Jaskola zum Abschluss kam, aber nur die Latte traf. Kurz zuvor mussten die Gäste aber schon tief durchatmen, als ein Eberswalder Angriff in höchster Not geklärt wurde.

Trainer Pocrnic hatte bis zur 66. Minute vier neue Kräfte gebracht, die aber nicht für neue Impulse sorgten. Den neuen Spielern kann man aber keinen Vorwurf machen, dafür „knirschte es zu heftig im Getriebe“. Bei dem knappen Rückstand gab es für die Gastgeber keinen Grund die Partie frühzeitig abzuhaken. Sie glaubten an sich, drängten den Favoriten immer mehr in seine Hälfte. In der 74. Minute konnte Martin Titze mit einer Parde den Ausgleich noch verhindern, wenig später war er machtlos. Seine Vorderleute gewährten Julian Baumgarten (82.) den nötigen Raum, um aus 25 Metern sehenswert in den Winkel abzuschließen.

Nur zwei Minuten später drehten die Platzherren die Partie komplett. Nach einem tiefen Pass konnte Titze den ersten Schuss noch abwehren, aber Henning Straub stand goldrichtig vollendete zum 2:1. Natürlich probierten die Gäste nun alles, aber die durchsichtigen Aktionen stellten die Eberswalder vor keinerlei Probleme. Sie versuchten ihrerseits immer wieder in die Offensive zu kommen und hatten zu Beginn der Nachspielzeit Erfolg. Ein Klärungsversuch von Jaskola wertete der Schiedsrichter
als Foul und entschied sofort auf Strafstoß, den Joel Morcillo sicher zum 3:1 (90.+2) verwandelte. Zwar kamen die Brandenburger im nächsten Angriff zum 2:3 durch Philip Einsiedel, es sollte aber die letzte gefährliche Aktion des Spiels gewesen sein.

Das Pokal-Aus muss die Stahlmannschaft schnellstens verkraften, es stehen nun richtungsweisende Spiele in der Brandenburgliga an. Um nicht in Abstiegsnöte zu geraten, müssen Punkte her und da kann sich das Team die vielen entscheidenden Fehler nicht leisten. Sie muss es endlich schaffen über die gesamten 90 Minuten konzentriert zu bleiben, ansonsten folgt die Bestrafung. Die Aufgaben bis Ende Oktober lauten Oranienburg, Schöneiche, das Derby beim BSC Süd und Viktoria Potsdam. Davon wird nicht eine locker im Vorbeigehen zu erledigen sein.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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