Stadtmuseum: Höhepunkte des Jahres 2025 und ein Ausblick auf 2026


Großer Besucherandrang herrschte beim Höfefest 2025. © Stadtmuseum Brandenburg an der Havel / Jessica Hornung

Die Sonderausstellung „Hin und Weg“, gefördert von „Kulturland Brandenburg“ im Rahmen des Themenjahrs „Welten verbinden“ wurde am 19. Juni 2025 eröffnet. 4600 Menschen besuchten in der Ausstellungszeit das Museum.

Neben dem Teil, der historische Wege über das Land, das Wasser, die Schiene und die Luft nach Brandenburg und von Brandenburg wieder weg, aufzeigen, ist der „Saal der Geschichten“ das partizipative Schaufenster der Stadt, denn hier zeigen mehr als 40 Brandenburgerinnen und Brandenburger ihr Gesicht oder lassen ihre Stimme hören und berichten, was sie oder ihn in die Stadt gezogen hat, was hier gefällt oder warum sie auch weggegangen sind.

Die Kabinett-Ausstellung „Gertrud Körner“ wurde vom Volontär Stefan Jürgens im April fertiggestellt, sie war der Beitrag des Stadtmuseums zur den Brandenburger Frauenwochen.

Das Digitalisierungsprojekt aus dem Förderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat die Münzen aus der Sammlung des Stadtmuseum (Teil 1 – bis 1701) zum Inhalt. Die Münzen werden in einem Kooperationsprojekt mit dem Münzkabinett Berlin dort erstmals hochauflösend in einer speziellen Vorrichtung von beiden Seiten fotografiert, auf einer Präzisionswaage gewogen und numismatisch bestimmt. Die Inhalte sind für jedermann auf der Plattform www.museum-digital.de und im Anschluss in der Deutschen Digitalen Bibliothek sichtbar.

Zum Jahresende wurden 155 historische Negative als Nachfolgeprojekt zu dem 2024 erfolgten Förderprojekt zu den 160 Grafiken des Karl Hagemeister, die sich seit 1983 im Stadtmuseum befinden, digitalisiert. Sie bilden den Nachlass des Künstlers von 1933 ab. Somit wird ein wichtiger Baustein für die Provenienzforschung, auch für andere Sammlungen verfügbar. Eine Veröffentlichung ist geplant.

Im September wurden fünf Stolpersteine für die Familie Schwarz vor dem Haus Ritterstraße 92 verlegt. Die Erforschung der Familiengeschichte führte zu vielen neuen Informationen und zum Kontakt zu Nachfahren, die anlässlich der Verlegung aus Israel angereist waren.

Besucherstärkster Tag in 2025 war das „Höfefest“ in der Altstadt im August mit mehr als 3.470 Besucher, gefolgt vom „Internationale Museumstag“ im Mai (119 Besuchende), der „Tag des offenen Denkmals/Türmetag“ im September (266 Frey-Haus, 639 Steintorturm) und „Feuer und Flamme für unsere Museen“ Ende Oktober (162 Frey-Haus, 83 Steintorturm).

Zum 3. Mal nahm das Stadtmuseum an der von VHS und Fouqué-Bibliothek veranstalteten Themenwoche im Oktober teil. Zum Thema „Wissensspeicher“ beteiligte sich das Museum mit einer „Führung für alle Sinne“ sowie mit einem Workshop, in dem Kosmetik mit einfachen Mitteln selbst hergestellt wurde.

Ausblick 2026:

Bis in das Frühjahr 2026 hinein wird die Ausstellung „Hin und Weg“ laufen, danach wird eine Sonderausstellung zur mittelalterlichen Stadtgeschichte im Frey-Haus zu sehen sein.

An der Brandenburger Frauenwoche wird sich das Stadtmuseum mit einer Kabinettausstellung „Ich bin wütend! – Museumssammlung trifft Wut“ beteiligen. Es zeigt in einer Kabinettausstellung im Frey-Haus Kunst, Fotos und Alltagsgegenstände und lässt eine wütende Luise von Preußen, ein zornerfüllte Mia Herm, die empörten Frauen der Familie Bielefeld und weitere Brandenburgerinnen zu Wort kommen.

Das Stadtmuseum beteiligt sich an den überregionalen Veranstaltungen wie dem Internationalen Museumstag im Mai, am „Tag des offenen Denkmals“ resp. dem Türmetag sowie an den lokalen Formaten des Höfefestes in der Altstadt und dem Museumsverbundfest „Feuer und Flamme für unsere Museen“.

Darüber hinaus sind weitere Stolpersteinverlegungen in Vorbereitung, Beteiligung an der Themenwoche von VHS und Fouqué-Bibliothek ist wieder geplant und viele Veranstaltungen für die Schulferienzeit.

Quelle: © Stadtmuseum Brandenburg an der Havel / Jessica Hornung

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