Unterstützung für Protest der Apothekerschaft


Walter Paaschen und Daniel Keip unterstützen die bundesweite Protestaktion der Apotheken. © Stadt Brandenburg an der Havel

Oberbürgermeister Daniel Keip und Stadtverordnetenvorsteher Walter Paaschen unterstützen die Protestaktion der Apothekerinnen und Apotheker und machten dies mit ihrer Teilnahme am Proteststart in Brandenburg an der Havel deutlich.

Für Montag, 23. März 2026, hatte die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. zum bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft aufgerufen, was zur Schließung vieler Apotheken führte. Viele Teams machten sich zu den zentralen Kundgebungen, Demonstrationen und Versammlungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover oder München auf den Weg. Notdienstapotheken stellen die Arzneimittelversorgung sicher.

Andrea König, Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg, zum Hintergrund:

Viele Apotheken in Brandenburg befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation, weil sie chronisch unterfinanziert sind. Seit 13 Jahren wurde das Honorar für die Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten nicht mehr angepasst. Im gleichen Zeitraum – also seit 2013 – sind die Löhne für die Mitarbeitenden und weitere Betriebskosten, wie Miete, Energie und IT-Ausstattung massiv gestiegen. Diese chronische Unterfinanzierung hat dazu geführt, dass bundesweit fast jede fünfte Apotheke für immer schließen musste. Auch in Brandenburg gehen Jahr für Jahr immer mehr Apotheken für immer verloren. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag endlich einzulösen und die flächendeckende Versorgung durch eine faire Vergütung zu sichern.

Das Honorar für verschreibungspflichtige Arzneimittel wird staatlich festgelegt und liegt derzeit bei 8,35 Euro pro Packung. Im Koalitionsvertrag ist eine Erhöhung auf 9,50 Euro vorgesehen.

Die Politik muss zu ihrer Zusage stehen. Für eine Anpassung ist es allerhöchste Zeit,

findet auch Oberbürgermeister Daniel Keip,

nur so ist der Fortbestand der Apotheken zu sichern und somit die flächendeckende Arzneimittelversorgung der Bevölkerung.

Noch versorgen laut ABDA in Deutschland mehr als 16.000 Apotheken täglich etwa drei Millionen Menschen, doch sei die Apothekenzahl seit 2013 um knapp 20 Prozent zurückgegangen. Allein im Land Brandenburg haben seit 2023 bereits 50 Apotheken aufgegeben. In Brandenburg an der Havel sind noch 16 Apotheken für die medizinische und pharmazeutische Versorgung präsent.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel

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