Stahl Testspiel gegen den SC Charlottenburg - Lange Zeit auf Augenhöhe


An diesem Sonnabend empfingen die 1. Männer der BSG Stahl Brandenburg auf der Anlage des BSRK am Grillendamm den Berliner Verbandsligisten SC Charlottenburg. Die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel am kommenden Wochenende, die Landespokalpartie beim SV Oberkrämer ging mit 0:2 verloren. Trainer Robert Pocrnic sprach von einer verdienten Niederlage, doch chancenlos präsentierten sich die Brandenburger über die 90 Minuten nicht.

Torchancen waren auf beiden Seiten eher rar gesät. Den Anfang machte nach einer Viertelstunde der Berliner Malick-Kenny Diarra, dessen Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei strich. Er war in der ersten Hälfte der auffälligste Angreifer, nicht nur aufgrund seiner Körpergröße und Schnelligkeit. Er ließ so manches Mal Timm Renner stehen, doch der Stahl-Spieler biss sich in seine Aufgabe hinein, hatte Diarra bis zu dessen Auswechslung gut im Griff.

Auf der Gegenseite setzte Sebastian Hoyer in der 18. Minute den ersten Akzent, seinen Schuss konnte der SCC-Keeper Timo Habel festhalten. Den besten Angriff des ersten Durchgangs sahen die Zuschauer in der 26. Minute. Adrian Jaskola bediente Hoyer mit einem perfekten Pass in den Lauf. Er ließ den Torhüter aussteigen, dann noch einen Verteidiger, doch bei seinem Abschluss aus spitzem Winkel verhinderter in letzter Not ein Berliner Bein den Einschlag. Mehr Höhepunkte gab es nicht vor der Pause. Die Gastgeber machten sich häufig das Leben schwer, indem sie nicht geradliniger agierten. Nach dem einen oder anderen unnötigen Schwenker konnten die Gäste dann die Situation klären.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff ergab sich die erste Gelegenheit für die Berliner. Sie kamen knapp vor der Strafraumgrenze zum Abschluss, der Schuss ging einen Meter am rechten Pfosten vorbei. Im direkten Gegenzug drang Hoyer über die rechte Seite in den Sechzehner ein, sein Versuch ging am kurzen Pfosten vorbei. Die Brandenburger hatten nun mehr vom Spiel, versuchten immer wieder mit schnellen tiefen Pässen die SCC-Defensive zu überlaufen. In der 55. Minute lief Lamin Jatta zur Grundlinie durch, passte scharf vors Tor, wo Paul Kämmerer etwas überrascht war an den Ball zu kommen, scheiterte dann an Habel, den Abpraller setzte Marvin Gründler neben den Kasten.
Nur eine Minute später die nächste Möglichkeit für die Stahl-Elf. Latta legte für Jaskola auf, der aus 18 Meter über die Latte zielte.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gastgeber die Führung eigentlich verdient gehabt, von den Gästen war wenig zu sehen. Sie lauerten nur auf Fehler im Aufbauspiel der BSG, um dann mit schnellem Umschaltspiel zu Chancen zu kommen. Die Führung resultierte aber aus einem krassen Abwehrfehler. Nach einem Angriff über die linke Seite, war nach einer Flanke Lasse Engelsing „mutterseelenallein“ im Sechzehner. Er konnte sich den Ball noch zurechtlegen, um dann in aller Ruhe ins lange Eck zu verwandeln. Stahl-Torwart Martin Titze, der zur Pause für Felix Baitz kam, hatte keine Abwehrchance. Kurz darauf konnte er sich aber auszeichnen, bei einem Schuss aus nächster Nähe, den er sogar festhielt.

Das Gegentor zeigte bei den Brandenburgern Wirkung. Sie fanden keine Mittel mehr, um den Gegner zu überraschen. Viele leichte Abspielfehler taten ihr Übriges, dass die Stahl-Elf nicht mehr ihren Rhythmus fand. Kurz vor dem Abpfiff nutzten die Berliner ihre letzte Chance zum 2:0-Endstand. Erneut gab es da für Titze nichts zu halten.

Für Trainer Pocrnic war das Spiel ein Spiegel der bisherigen Vorbereitung, mit der er nicht zufrieden ist, da immer wieder Spieler fehlen. „Man muss wissen, was man erreichen will. Mit dem Ziel die Klasse irgendwie zu halten, reicht das vielleicht. Wenn man aber oben mitspielen möchte, muss man konzentriert in die Vorbereitung gehen und auch durchziehen. Das war bei uns nicht der Fall“, so das Fazit von Robert Pocrnic. Zudem leidet die Mannschaft auch unter Verletzungspech. Mit Pavel Sachs, Joel Romain Siabe Tegefouet, Nils Müller oder Jonas Günther sind wichtige Ausfälle zu beklagen.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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