Stahl-Sieg gegen Fürstenwalde - Klare Steigerung in Hälfte zwei


Auch der FSV Union Fürstenwalde konnte die BSG Stahl Brandenburg an diesem Sonnabend nicht stoppen. Die Mannschaft von Trainer Robert Pocrnic fuhr vor 335 Zuschauer mit dem 4:1-Erfolg im Stadion am Quenz den vierten Sieg in Folge ein. So klar wie es das Ergebnis ausdrückt war der Auftritt der Brandenburger jedoch nicht. Vor allem im ersten Abschnitt war es ein eher zähes Unterfangen.

Allerdings boten die Fürstenwalder kein besseres Bild. Sie entwickelten kaum Durchschlagskraft hatten im ersten Durchgang nur eine Torchance, und die gleich zu Beginn. Hysan Muca (4.) profitierte von einem Abwehrfehler, lief durch in Richtung Torwart Felix Baitz, schob dann den Ball aber am Tor vorbei. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 12. Minute, ehe die Gastgeber Torgefahr ausstrahlten. Elias Große flankte vor das Tor, doch der Kopfball von Paul Kämmerer, der diesmal in der Startelf stand, ging dann doch ein Stück weit über die Latte. Ebenso erging es Justin Inter (17.), der einen abgewehrten Ball mit vollem Risiko nahm. Benjamin Nwatu hatte nach einer halben Stunde sein Visier ebenfalls zu hoch eingestellt, köpfte nach einer Flanke von Luca Benedict Köhn, ein paar Meter über den Querbalken.

Vielmehr brachten die Platzherren nicht zustande. Es unterliefen ihnen ungeahnte Fehler im Zuspiel, auch in der Kommunikation haperte es, da wurde der Begriff „blindes Vertrauen“ häufig missverstanden. Doch eine ordentliche Offensivaktion bekamen die Zuschauer vor der Pause noch zu sehen. In der letzten Spielminute der ersten Hälfte bekamen die Gäste gerade noch einen Schuss Nwatus geblockt. Die folgende Ecke bracht Große mit viel „Speed“ vor den gegnerischen Kasten, Adrian Jaskola stürmte heran und jagte per Kopf den Ball zum 1:0 in die Maschen.

Mit der Führung im Rücken lief es für die Brandenburger nach dem Seitenwechsel gleich viel besser. In der 48. Minute kombinierten sich Köhn und Jaskola prima durch, die Hereingabe verpasste Kämmerer nur um Millimeter. Nur wenig später wurde Kämmerer erneut im Union-Sechzehner freigespielt, beim Abschluss wurde er nach Meinung des Schiedsrichters getroffen und entschied auf Strafstoß. Das „Opfer“ führte selbst aus und verwandelte sicher zum 2:0. Wenig später war Schluss für den jungen Stürmer, er wurde durch Ibraima Cante ersetzt, wie auch Nwatu durch Sebastian Hoyer (58.). Trotz der merklichen Besserung im Stahlspiel nach der Pause, agierte die Mannschaft nicht fehlerfrei. Nach einer Stunde unterlief ihr ein katastrophaler Querpass, Niklas Kosch erlief sich den Ball und ließ Baitz keine Abwehrmöglichkeit.

Ein blödes Gegentor, umso schöner die Reaktion der Gastgeber. Nur drei Minuten später tat es Union-Keeper Leon Winkelmann den Gastgebern gleich, legte für Hoyer auf, der sofort aus 25 Metern abzog und den Ball im verwaisten Kasten zum 3:1 unterbrachte. Nur 60 Sekunden später gab Köhn ein ordentliches Geschoss ab, der Versuch wurde gerade noch geblockt. Die Stahl-Elf trat nun gehörig „auf die Tube“, suchte die Vorentscheidung. Durch ihr hohes Pressing konnte sich die Fürstenwalder nur selten befreien, hatten nur noch eine Chance durch den Freistoß von Yvan Ngoyou, den Baitz aber sicher hielt. Ansonsten dominierten die Gastgeber, die nie nachließen.

In der 71. Minute sah es nach dem 4:1 aus, als Cante freigespielt wurde, doch sein Schuss
„verhungerte“ auf dem Weg zum Tor. Zehn Minuten später eine ähnliche Szene. Jaskola jagte den Ball aus 20 Meter an die Latte, der Abpraller kam zu Cante, doch sein Versuch geriet zur Rückgabe. Wenig später fiel aber das 4:1. Renner legte sich den Ball zum Freistoß zurecht, 20 Meter vor dem Tor, am linken Strafraumeck. Winkelmann erwartete wohl eine Flanke in den Sechzehner, doch Renner traf ganz frech, flach ins untere linke Eck. Fünf Minuten vor dem Ende erhielt der junge Marvin Gründler noch seine Ehrung, einen Tag nach seinem Geburtstag durfte er erneut ein wenig „Brandenburgliga-Luft“ schnuppern.

Den 4:1-Heimerfolg haben sich die Stahl-Spieler aufgrund ihrer gehörigen Steigerung in der zweiten Hälfte verdient. Um so etwas hinzu bekommen benötigt man eine gute Physis und die hat die Stahl-Elf. In den vergangenen Spielen konnte sie stets wesentlich mehr zulegen als der Gegner, der oft überfordert wirkte und von den entstandenen Fehler profitierten die Fußballer vom Quenz.
Angesichts ihrer momentanen Stärke rätseln viele Spieler heute, wie es zu der Negativserie zu Beginn der Rückrunde kommen konnte. Kommenden Sonnabend (6. Juni) geht die Reise zum TuS 1696 Sachsenhausen.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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