
Fahrplan der „Havelfee“ vom 05.06. bis 21.06.26
Fahrplan der „Havelfee“ vom 05.06. bis 21.06.26 Weitere Nachrichten
Im letzten Spiel der Frauen-Landesligasaison 2025/26 besiegte die BSG Stahl Brandenburg auf dem heimischen Kunstrasenplatz den 1.FFC Turbine Potsdam III mit 3:1. Aufgrund der Tabellenkonstellation vielleicht keine Überraschung, aber die Ausgangslage war für die Stahl-Trainerin Janine Groth alles andere als optimal. Etliche Spielerinnen fehlten, dass sogar angeschlagene Stahl-Fußballerinnen sich in den Dienst der Mannschaft stellten. Um überhaupt eine Wechselmöglichkeit, neben Amy Lemme zu haben, wurde Annika Wasserroth aus ihrem „wohlverdienten Ruhestand“ reaktiviert.
Im ersten Durchgang war es ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Gastgeberinnen die größere Anzahl an guten Torgelegenheiten besaßen. Aber die Gäste stellten sich nicht nur hinten hinein, sondern wollten selbst offensiv tätig werden. Beide Mannschaften bedienten sich ähnlicher Mittel, mit tiefen Pässen durch die Schnittstellen der Abwehr auf ihre schnellen Spitzen. Die Defensivkräfte auf beiden Seiten mussten stets konzentriert bleiben, um ein Überlaufen zu verhindern.
Dies gelang weitestgehend recht ordentlich, doch in der 19. Minute kombinierten sich die
Stahlfrauen gut durch bis in den Turbine-Strafraum, der Ball landete bei Nathalie Säger, die
entschlossen zur Führung abschloss. Die Brandenburgerinnen hatten in der Folge noch weitere gute Möglichkeiten, z.B. durch Marlen Sommerlatte oder Vanessa Bürger, die jedoch ungenutzt blieben. So nutzten die Gäste in der 36. Minute ihre Chance, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Eva Wuttich behielt die Nerven und überwand die gut aufgelegte Torfrau Celina Pflanz.
Den besseren Start in die zweite Hälfte legten die Potsdamerinnen hin. In der 48. Minute spielten sie sich über die linke Seite durch, kamen aus sechs Metern zum Abschluss, doch Pflanz kam rechtzeitig herunter, verhinderte den Einschlag. Wenig später hatten die Gastgeberinnen ihre erste Chance nach dem Seitenwechsel, die sie auch nutzten. Mit einer Rechtsflanke wurde Sommerlatte geschickt, die in den Sechzehner eindrang und mit einem überlegten Flachschuss ins linke Eck die 2:1-Führung (50.) erzielte. Die hätte Livia Bauer in der 55. Minute beinah ausgebaut, doch ihr Freistoß aus 20 Meter, kurz vor dem linken Strafraumeck, zischte knapp über die Latte.
Nun kontrollierten die Brandenburgerinnen die Partie, die Turbine-Damen konnten sich, trotz körperlicher Überlegenheit und dem größeren Wechselkontingent, nur selten durchspielen. In der 65. Minute erlebten die Gastgeberinnen noch einmal einen Schreckmoment, als sie den Angriff der Gäste über links nicht unterbinden konnten, doch der Schuss strich am langen Pfosten vorbei. Nur zwei Minuten später sorgten sie für die Vorentscheidung mit einer traumhaften Freistoßvariante. Sommerlatte trat den Ball mit viel Gefühl von rechts in den Sechzehner, Jessica Finkbeiner nahm ihn mit der Brust mit, spielte die Torfrau aus und vollendete sicher ins verwaiste Tor zum 3:1.
Die Gäste brachten nun drei frische Spielerinnen, aber die Brandenburgerinnen verstanden es den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Immer wenn sich die Chance ergab, gingen sie in den Angriffsmodus. Auch wenn sich keine Abschlussmöglichkeiten ergaben, blieb die Turbine-Elf in ihrer Hälfte beschäftigt. Eine gute Gelegenheit hatte Emma Harder (71.) noch, bei ihrem Schuss aus 18 Metern fehlte nicht viel. In der 85. Minute durfte dann Wasserroth wirklich noch einmal Landesligaluft schnuppern. Sie kam sogar noch auf eine Menge Spielzeit, da die Schiedsrichterin aufgrund zahlreicher Verletzungsunterbrechungen den Teams viel Nachspielzeit einräumte. Und da musste Pflanz noch einmal Kopf und Kragen riskieren, als sie im Eins-gegen-Eins die Nerven behielt.
Trainerin Janine Groth war nach Spielende voll des Lobes: „Angesichts der Personallage, mit den vielen angeschlagenen Spielerinnen, die durchhalten mussten, war das ein sehr guter Auftritt. Wir hätten es einfacher haben können, wenn wir unsere Chancen in der ersten Hälfte besser genutzt hätten, denn da hat uns Turbine noch mehr zugesetzt. Doch nach dem Seitenwechsel, mit der Führung im Rücken, haben wir das Spiel kontrolliert.“ Nun wird noch bis Mitte Juni trainiert, ehe es in die verdiente Sommerpause geht.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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