Spitzenreiter gestürzt – BSG Stahl gegen MSV 1919 Neuruppin mit 2:0


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Die BSG Stahl Brandenburg hat am Sonnabend ihren Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt, siegte auswärts beim Tabellenführer der Brandenburgliga, dem MSV 1919 Neuruppin, mit 2:0. Der Sieg geht aufgrund der gezeigten Leistung völlig in Ordnung, hätte sogar höher ausfallen können. MSV-Coach Dietmar Demuth beklagte unter der Woche einige Ausfälle, davon blieben die Brandenburger aber ebenfalls nicht verschont. Beide Reihen verfügten über eine komplette Auswechselbank, die bei der BSG Stahl aber überwiegend aus Nachwuchsspielern bestand.

Besser und schlechter hätte der Start für die Gäste nicht verlaufen können. Bereits nach 40 Sekunden bekamen sie einen Handelfmeter zugesprochen. Adrian Jaskola schnappte sich den Ball und schoss ihn neben das Tor. Solch ein Erlebnis kann die Initialzündung für einen verunsicherten Auftritt sein. Allerdings nicht beim Kapitän der BSG Stahl. Er schüttelte das „Trauma“ ab, ging in seiner Anführerrolle komplett auf, riss seine Mannschaftskollegen mit. Sie boten dem Gegner in einer intensiv geführten Partie in allen Bereichen Paroli. Aus einer geschlossenen Teamleistung ragten neben Jaskola noch Justin Inter und Timm Renner heraus, die defensiv wie offensiv, eine überragende Leistung boten.

Inter setzte in der 10. Minute auch das erste Zeichen im Angriff, als er aus 25 Metern abzog, MSV-Torwart Marco Melentijevic bestand aber diese Prüfung. Nach einer halben Stunde musste er sich jedoch geschlagen geben. Dank ihres hohen Pressings eroberten sich die Gäste im Mittelfeld den Ball. Ibraima Cante schickte mit einem tiefen Pass Sebastian Hoyer auf der linken Seite, der mit einem überlegten Schuss, flach ins lange Eck das 1:0 erzielte. Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte zwar im Ansatz ein paar verheißungsvolle Aktionen, doch einen gefährlichen Abschluss brachten sie nicht
zustande. So blieb es beim knappen, aber verdienten 1:0, beim Gang in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Platzherren ihre Bemühungen, und erlebten in der 49. Minute ihren Aufreger, als nach ihrer Meinung Renner im eigenen Sechzehner zu hart zur Sache ging, der Pfiff blieb jedoch aus. Fünf Minuten später hatte Rafael Conrado Prudente eine gute Kopfballchance, verfehlte sein Zeil aber haarscharf. Kurz darauf zeigte Stahl-Schlussmann Felix Baitz sein Können, als er einen „satten“ Schuss aus 25 Meter gerade noch aus dem Winkel kratzte.

Nach einer Stunde meldeten sich die Brandenburger offensiv zurück. Ben Dayan Bleiß, der im zweiten Durchgang für den gelb-rot gefährdeten Lamin Jatta ins Team rückte, fehlten bei seinem Kopfball nur Zentimeter. Kurz darauf scheiterte der Youngster nach einem Konter an Melentijevic, wie auch nach 75 Minuten Cante. Die vergebenen Möglichkeiten waren schon ärgerlich, ein zweites Tor hätte zur Beruhigung beigetragen. Die Neuruppiner traten zwar nicht wie ein souveräner Spitzenreiter auf, doch sie gaben natürlich nicht auf, sie verfügen über eine hohe individuelle Klasse und ein Schuss kann immer irgendwie durchrutschen.

In der 82. Minute gab es so einen Schreckmoment, als ein Kopfball auf dem Tornetz der BSG Stahl landete. Drei Minuten später gelang dann endlich das 2:0. Der ebenfalls eingewechselte Maksymilian Boczek eroberte sich den Ball, bediente den mitgelaufenen Bleiß, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Beide Teams lieferten sich eine hitzige Schlussphase mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Baitz reagierte einmal sensationell (90.+1) und hatte Glück bei einem Lattentreffer (90.+3). Auf der Gegenseite verpassten die Brandenburger eine sehr gute Konterchance, als sie in Überzahl waren und kurz vor dem Abpfiff fehlten Bleiß erneut nur ein paar Zentimeter zum zweiten Torjubel.

Stahl-Trainer Robert Pocrnic war mehr als zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, auf jeden einzelnen Spieler. Wir haben den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen und verdient hier die drei Punkte mitgenommen.“ Damit gelang den Stahlspielern die Revanche für die unglückliche 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel, als die MSV-Kicker in der Nachspielzeit trafen. Zudem stürzten sie mit ihrem Sieg die Neuruppiner von der Tabellenspitze. Neuer Erster ist der 1. FC Frankfurt, die in ihrem Heimspiel die Werderaner mit 3:0 bezwangen. In Werder muss die Stahl-Elf am kommenden Samstag (23. Mai/15 Uhr) antreten.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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