Schließung von INVEHO BRB zum 31. Dezember 2026: Stadt setzt auf Perspektiven für Beschäftigte und Fläche


Der Vorrat an Radsätzen entlang der Friedrich-Franz-Straße ist unübersehbar. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

Die INVEHO BRB GmbH wird ihren Standort in Brandenburg an der Havel zum 31. Dezember 2026 schließen. Das teilte die INVEHO-Gruppe mit. Künftig sollen die Güterwagen-Instandhaltungsaktivitäten in Deutschland am Standort Altenburg gebündelt werden.

Für Brandenburg an der Havel bedeutet die Entscheidung das Ende eines traditionsreichen Industriestandorts. Seit 1996 ist der Betrieb auf die Instandhaltung und Reparatur von Güterwagen, die Reinigung von Kesselwagen sowie die Instandhaltung von Radsätzen spezialisiert. Die Wurzeln des Standorts reichen bis in die Zeit des Stahl- und Walzwerks zurück. Heute sind dort rund 80 Beschäftigte tätig.

Oberbürgermeister Daniel Keip erklärt:

Die bevorstehende Schließung von INVEHO BRB ist für unsere Stadt und insbesondere für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein schmerzhafter Verlust. Über viele Jahre haben hier Menschen mit großem Fachwissen und hoher Einsatzbereitschaft einen wichtigen Beitrag zur industriellen Tradition Brandenburgs geleistet. Unser Blick richtet sich deshalb jetzt zugleich nach vorn: Wir werden gemeinsam mit den Verantwortlichen daran arbeiten, Perspektiven für die Beschäftigten zu unterstützen und die freiwerdenden industriellen Flächen und Kompetenzen für neue wirtschaftliche Entwicklungen zu nutzen.

Auch die Wirtschaftsförderung sieht Chancen für den Standort.

Wir bedauern sehr, dass ein Unternehmen mit dieser langen Geschichte und besonderen technischen Kompetenz seinen Betrieb in Brandenburg an der Havel einstellt. Die positive Entwicklung des Bahnstandortes Kirchmöser stimmt uns jedoch optimistisch, dass die Kompetenz der Mitarbeiter im Bereich der Schienenfahrzeuginstandhaltung weiterhin gefragt sein wird. Diese guten Voraussetzungen gilt es nun zu nutzen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Beteiligten neue Ansiedlungs- und Beschäftigungsperspektiven zu entwickeln und den Industriestandort weiterhin zukunftsfähig aufzustellen,

sagt Jens Tober, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Tourismus.

Die INVEHO-Gruppe kündigte für die betroffenen Beschäftigten Unterstützungsmaßnahmen, darunter eine Transfergesellschaft, an.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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