BSW-Mitglieder pflegen Befreiungsdenkmal zum 8. Mai – Zwei Landtagsabgeordnete beteiligen sich an Gedenkaktion


Am 4. Mai 2026 trafen sich Mitglieder des Brandenburger Kreisverbandes des BSW gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Andreas Kutsche sowie dem Gast und Landtagsabgeordneten Gunnar Lehmann, um das Befreiungs-Panzerdenkmal in Brandenburg an der Havel zu reinigen und das Umfeld von wildem Bewuchs zu befreien. Anlass war der 8. Mai – der Tag der Befreiung vom Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Ein Tag, der uns daran erinnert, wie wertvoll Frieden ist und wie schnell er verloren gehen kann.

Mit ihrer Teilnahme setzten die beiden Abgeordneten ein sichtbares Zeichen für historisches Gedenken, demokratische Verantwortung und den respektvollen Umgang mit Erinnerungsorten. Innerhalb von zwei Stunden gemeinsamer Arbeit wurden das Denkmal und sein Umfeld wieder zu einem würdigen Ort des Gedenkens für Besucherinnen und Besucher.

Der Anlass für unsere Initiative lag jedoch einige Tage zurück: Am 26. April 2026 hatten Mitglieder unseres Kreisverbandes anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses Brandenburg ein Blumengebinde niedergelegt. Der Zustand des Denkmals war dabei erschütternd – ein stark verrosteter Panzer und ein völlig verunkrautetes Umfeld. Dies empfanden wir als unwürdig für einen Ort, der an die Befreiung vom Faschismus erinnert. Deshalb wollten wir zum 8. Mai nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern selbst aktiv werden.

Orte des Gedenkens zu erhalten, ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie erzählen Geschichten, die nicht verloren gehen dürfen.

Auf Nachfrage unserer Brandenburger BSW-Stadtfraktion informierte die Leiterin der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel, Frau Dr. Sylvia de Pasquale, über den aktuellen Stand der Restaurierungsplanung: „Die Planung einer Fachfirma für Metallrestaurierung liegt nun vor. Leider mit dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten für die Restaurierung sich auf ca. 76.000 € belaufen. Diese Summe können weder die Gedenkstätten Brandenburg noch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten aufbringen.“

Diese Information macht deutlich, dass politisches Handeln erforderlich ist. Für die beteiligten BSW-Landtagsabgeordneten ergibt sich daraus ein klarer Auftrag, sich für eine tragfähige Lösung einzusetzen.

Zugleich fordern wir die verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, einschließlich des Oberbürgermeisters, auf, dafür Sorge zu tragen, dass dieser Gedenkort instandgesetzt wird und dauerhaft in einem ansehnlichen Zustand bleibt.

Alle an der Gedenkaktion Beteiligten betonten, dass der 8. Mai ein Tag der Mahnung, der Dankbarkeit und der Verpflichtung sei. Das Gedenken an die Befreiung erinnert uns daran, dass Frieden, Demokratie und Menschenwürde keine Selbstverständlichkeit sind und täglich geschützt werden müssen.

Unser BSW-Kreisverband wird auch künftig Initiativen unterstützen, die sich für Erinnerungskultur und den Erhalt historischer Stätten einsetzen. Denn wer die Vergangenheit bewahrt, stärkt die Zukunft.

Für den BSW-Kreisverband
Heidi Hauffe
Vorsitzende

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