BSG Stahl - Weiterkommen teuer erkauft


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Beim Landesklassenvertreter 1.SV Oberkrämer 11 hat die BSG Stahl Brandenburg ihre Pflichtaufgabe erfüllt und zog mit einem 3:1-Erfolg in die 1. Hauptrunde um den Brandenburgpokal ein. Doch für die zwei Klassen höher spielende Stahl-Elf war es ein steiniger Weg. Sie musste bei extremer Hitze in die Verlängerung, was jedoch viel schwerer wiegt, war das Verletzungspech. In der 65. Minute musste Sebastian Hoyer, nachdem er in den Rasen getreten hatte, aufgrund von Knieproblemen ausgewechselt werden. Für ihn kam Luca Benedict Köhn, der eine Viertelstunde später ebenfalls
vorzeitig den Platz verließ. Er hatte sich die Hand gebrochen.

In der Startelf gab es einige Überraschungen. Der junge Martin Titze stand zwischen den Pfosten, Timon Bauer rückte in den Kader und auch der Neuzugang Dominic Kanyi durfte sich beweisen. Am Morgen hatte sich Kapitän Adrian Jaskola kurzfristig abgemeldet, da sich Nachwuchs ankündigte. Dass die Mannschaft in dieser Zusammenstellung noch nie auf dem Platz stand, machte sich in der Anfangsphase bemerkbar. Die Brandenburger standen einem robusten Abwehrriegel gegenüber, fanden keine Lösungen ihre Angreifer in Stellung zu bringen.

Die Gastgeber hatten ein probates Mittel, um ihrerseits zum Erfolg zu kommen. Immer wenn sich die Möglichkeit ergab, drängten sie nach Ballgewinn im Mittelfeld schnell nach vorn. Zweimal gelang ihnen das in der ersten Hälfte sehr gut und ermöglichten Titze so, seine ersten Bewährungsproben, die er im Eins-gegen-Eins (11., 30.) souverän meisterte. Nach einer halben Stunde kreierten die Gäste aus ihrer Feldüberlegenheit endlich auch herausgespielte Chancen. Nach einem Freistoß von Timm Renner in der 28. Minute, köpfte Erik Sauer knapp über das Tor. Nur 60 Sekunden später eine ähnliche Szene, diesmal fehlten Kanyi nach einer Renner-Ecke ein paar Zentimeter zum Torerfolg.

Turbulent ging es im Sechzehner der Oberkrämer in der 38. Minute zu. Nach einem feinen Pass von Sauer scheiterte Lamin Jatta am starken Torwart Michael Kleeblatt. Der Nachschuss von Kanyi wurde geblockt und auch der anschließende Versuch von Hoyer wurde gerade noch zur Ecke geklärt. Kurz darauf hatte Paul Kämmerer noch eine Kopfballchance, die am Pfosten vorbei ging. So gingen beide Teams torlos in die Halbzeit.

Munter ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Den Kopfball Kämmerers entschärfte Kleeblatt in der 47. Minute, fünf Minuten später drang Hoyer in den Sechzehner ein, sein Versuch aus scharfem Winkel strich knapp vorbei. Kurz darauf stand Titze erneut im Mittelpunkt. Mit ihrem schnellen Umschaltspiel standen die Platzherren frei vor ihm, reaktionsschnell verhinderte er den Einschlag. In der 58. Minute belohnten sich die Brandenburger. Hoyer brachte die Flanke in den Strafraum, Jatta köpfte, Kleeblatt bekam noch beide Hände an den Ball, doch der Assistent entschied sofort auf Tor, trotz aller Proteste der Gastgeber.

Zehn Minuten später hätten die Gäste den Deckel draufmachen können. Bauer schickte Elias Große auf der linken Bahn, der flankte auf den Kopf von Kämmerer, der erneut an Kleeblatt scheiterte. Mit dem 2:0 wäre die Partie wohl entschieden gewesen, doch ein Defensivfehler in der 72. Minute wurde der Stahl-Elf zum Verhängnis. Bei einem weiten Pass nach vorn, wurde der Ball unterlaufen, Eric Liepe stand frei und ließ Titze keine Abwehrchance. Da sich in der restlichen Spielzeit keine Möglichkeiten ergaben, ging es in die Verlängerung.

Die erste Hälfte der Extrazeit glich der Anfangsphase des Spiels. Bei den Gästen war kaum Bewegung im Spiel, machten es den Platzherren leicht ihren Strafraum zu verteidigen. Im zweiten Teil der Verlängerung sah es dann wieder anders aus. Kanyi scheiterte in der 108. Minute wieder einmal an Kleeblatt, kurz darauf hatte Jatta Pech (109.), als sein Schuss von er Seite immer länger wurde und auf der Latte landete. Zwei Minuten später gab es dann Grund zum Jubeln für den Favoriten. Jatta flankte vor das Tor, wo Kanyi mit der Innenseite den Ball gefühlvoll über die Linie lenkte. Kurz vor dem Ende machte Marvin Gründler den Sack zu, als er eine Vorlage Jattas zum 3:1-Endstand
veredelte. Die letzte Aktion des Spiels hatte Dominic Kanyi, der freistehend aus fünf Metern das Leder über den Querbalken drosch.

Die Stahlmannschaft hätte es an diesem Tag einfacher haben können, in der regulären Spielzeit die 1. Pokalrunde zu erreichen. Immerhin hat sie die „Strafe“ – 30 Minuten hinten drauf bei großer Hitze – tapfer angenommen und in der zweiten Hälfte der Verlängerung ihre Favoritenrolle unter Beweis gestellt. Ärgerlicher sind aber die weiteren Ausfälle. Während bei Köhn ein längerer Ausfall feststeht, gab es für Hoyer noch keine genaue Diagnose. Für das Heimspiel am kommenden Sonnabend (22. August/15 Uhr) gegen den Oranienburger FC fallen mit Köhn, Sachs, Siabe Tegefouet, Günther und Müller aber definitiv fünf Stammkräfte aus.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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