
Um den Schlaf gebracht am Tschirchdamm
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1:1 der BSG Stahl gegen Germania Schöneiche - Enttäuschendes Unentschieden
Enttäuschendes Unentschieden
Zum Rückrundenauftakt in der Brandenburgliga empfingen die 1. Männer der BSG Stahl Brandenburg den SV Germania 90 Schöneiche. Der äußere Rahmen stimmte am Sonnabend im Stadion am Quenz. Frühlingshafte Temperaturen lockten 511 Zuschauer an, um sich die Partie zwischen dem Ligazweiten und dem Vorletzten anzusehen. Ein Klassenunterschied war über die 90 Minuten allerdings gesehen nicht sichtbar, ergo endete das Spiel leistungsgerecht 1:1.
Ansehnlich war der „Kick“ über weite Strecken nicht, das hatte aber auch seine Ursache in den Platzverhältnissen. Das Geläuf war nach den Niederschlägen zwar nicht rutschig, dafür aber sehr uneben. Ballkontrolle war schwierig, lange Ballstafetten nahezu unmöglich, was den Gastgebern nicht entgegenkam. Damit haderten aber beide Teams. Dennoch schienen sich die Schöneicher im ersten Durchgang mit den Umständen besser arrangieren zu können.
In der 13. Minute kamen die Gäste zu einer Doppelchance. Eine Flanke von links köpfte ein
Schöneicher auf die Latte, der Abpraller kam zu Erich Jeschke, der den Ball auf das Tornetz köpfte. Die erste Annäherung der Brandenburger folgte in der 21. Minute, der Schuss von Nils Müller ging knapp am linken Pfosten vorbei, Germania-Torsteher Jason Manthei stand aber auch in der richtigen Ecket. Vier Minuten später war er jedoch machtlos. Lamin Jatta setzte sich energisch im Mittelfeld durch, lief auf den gegnerischen Kasten zu, scheiterte an Manthei, der mit dem Fuß zur Seite klärte, aber Ibraima Cante war mitgelaufen und schob mühelos zur Führung ein. Es war die letzte nennenswerte Offensivaktion der Stahl-Elf vor der Pause.
Nur 60 Sekunden nachdem 1:0 klärte Romain Joel Tegefouet in letzter Sekunde im eigenen Strafraum. Der Abwehrmann verdiente sich an diesem Tag Bestnoten, wurde nach Spielende von Co-Trainer Alexander Tarnow extra lobend erwähnt. Die Platzherren hatten vor der Halbzeit noch zweimal Glück. In der 35. Minute konnte Max-Bennet Säger gerade noch vor der Linie klären und in der Nachspielzeit jagte Pierre Vogt frei im Stahl-Sechzehner stehend den Ball an die Latte. Die Führung zur Pause konnte man als schmeichelhaft bezeichnen.
Zu Beginn der zweiten Hälfte verdienten die Brandenburger sich aber den Vorsprung. Jatta, der beste Offensivakteur in Reihen der Gastgeber, erarbeitete sich zwei gute Möglichkeiten, dank seiner Schnelligkeit. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff schüttelte er seinen Gegenspieler ab, drang links in den Sechzehner und verzog knapp am langen Pfosten (47.). Fünf Minuten geriet er zwölf Meter vor dem Kasten ins Fallen, kam dennoch zum Abschluss, aber Manthei konnte klären. Ein zweiter Treffer hätte der Stahl-Elf gutgestanden, doch auch ohne erfolgreichen Abschluss schien sie die Partie im Griff zu haben. Bis Mitte der zweiten Hälfte erspielten sich die Platzherren noch zwei Gelegenheiten nach Eckbällen, das war es aber auch.
Die mangelnde Chancenverwertung nach dem Wiederanpfiff bestraften die Gäste in der 65. Minute. Nach einem schlimmen Ballverlust im Mittelfeld durch Adian Jaskola griffen die Schöneicher über rechts an, die Flanke kam auf den langen Pfosten zu Aaron Weber, der den Ball in Ruhe annahm und Stahl-Torwart Felix Baitz keine Abwehrchance ließ. Eigentlich war noch genügend Zeit, um das Zwischenergebnis zu korrigieren, doch die Brandenburger wirkten planlos. Da auf dem Rasen kein Kombinationsfußball möglich war, gab es viel „lang Holz“, was die gegnerische Abwehr vor keinerlei Probleme stellte. Weit in der Nachspielzeit wäre dem eingewechselten Maksymilian Boczek beinah der „Lucky Punch“ geglückt. Ein Zuspiel von rechts kurz vor der Strafraumgrenze nahm er direkt,
Manthei wehrte gekonnt ab, den Nachschuss setzte Boczek mit viel Risiko weit vorbei.
So blieb es beim 1:1, dass die Gäste wesentlich euphorischer feierten. Stahl-Trainer Robert Pocrnic sagte: „Natürlich ist das ein enttäuschendes Ergebnis. Zu Beginn der zweiten Hälfte hätten wir nachlegen müssen. Stattdessen unterläuft uns wieder ein krasser Fehler, der uns Punkte kostet. Das war schon in anderen Spielen so.“
Besonders ärgerlich ist das Remis, da man bei einem Sieg, dem Tabellenführer aus Neuruppin auf zwei Punkte herangerückt wäre, da der MSV im Heimspiel gegen Bernau auch nicht über ein Unentschieden hinauskam. Kommendes Wochenende (7. März/15 Uhr) geht es für die Stahl-Elf auswärts zum Ludwigsfelder FC.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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