BSG Stahl: 8:1 der U23 gegen Teltow - Wie aus einem Guss


Am Sonntag feierte die U23 der BSG Stahl Brandenburg im Heimspiel gegen United Teltow FC ein Schützenfest. Die Gastgeber schickten den Aufsteiger mit einer 1:8-Klatsche auf den Heimweg. Die Gäste traten nur mit einem Wechselspieler an, doch der Kader scheint momentan nicht der größte zu sein. Auch in anderen Partien verfügte United nicht über mehr Kicker, konnte die Spiele aber dennoch für sich entscheiden. In ihren vier zuvor absolvierten Partien fuhren sie immerhin drei Siege ein.

Um Platz zwei zu schonen, entschied sich Trainer Steffen Sgraja kurzfristig auf dem Kunstrasenplatz zu spielen. Seine Mannschaft benötigte eine gewisse Anlaufzeit, um sich dort zu orientieren, übernahm nach zehn Minuten aber die Kontrolle. So ergaben sich erste Möglichkeiten für Ben Beckmann (11.), der knapp über die Latte schoss oder nach einer Viertelstunde für Linus Bauer, dessen Schuss United-Torwart Tim Reuter gerade noch entschärfte. In der 22. Minute musste er sich geschlagen geben. Seine Vorderleute bekamen nach einer Ecke die Situation nicht geklärt und Beckmann traf aus nächster Nähe zur Führung.

Die hielt jedoch nur sechs Minuten. Mit ihrer zweiten Chance gelang den Teltowern der Ausgleich, die zuvor nur durch eine unentschlossene Aktion der Stahl-Abwehr eine Möglichkeit (12.) besaßen. Mit einem schön getretenen Freistoß aus 22 Meter über die Mauer traf Felix Scholz zum 1:1 (28.). Stahl-Schlussmann Leon Vorheier flog zwar in die richtige Ecke, kam aber zu spät. Doch die Gastgeber lamentierten nicht herum, machten sie umgehend auf den Weg dieses Resultat zu korrigieren. Nur zwei Minuten später erzielte der gut aufgelegte Leonard Koppe die erneute Führung. Der Stürmer war vorn immer anspielbereit, machte die Bälle fest und brachte seine Mitspieler in Abschlusssituationen.

Der junge Schiedsrichter ließ den Akteuren eine lange Leine, was die Brandenburger besser zu nutzen wussten. Sie attackierten die Teltower intensiv, kamen dadurch zu Ballgewinnen und daraus resultierenden Torchancen. So kam es auch zum 3:1 durch David Hinz in der 41. Minute. Von der Gästebank hieß es: „Wir legen denen jedes Tor auf durch unsere Fehler.“ Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Stahl-Spieler den Gegner zu Fehlern zwangen. Dies demonstrierten sie noch eindrucksvoller in der zweiten Hälfte.

Zehn Minuten Anlaufzeit benötigten die Platzherren, ehe ihre „Tormaschine ins Laufen kam“. In der 54. Minute scheiterte Koppe noch an Reuter, den Nachschuss setzte Franz Luca Landeck knapp vorbei, doch der nächste Angriff saß. Nach einer guten Balleroberung vollendete Hinz (55.) zum 4:1. So ging es quasi im Minutentakt weiter. David Hinz (58., 62.) und Koppe schraubten (61.) binnen kürzester Zeit das Ergebnis auf 7:1. Nach dem siebenten Tor sammelten sich die Gäste erst einmal zu einem „Stuhlkreis“, um die Nerven zu beruhigen. Zu diesem Zeitpunkt hätte es schon höher stehen können, Maximilian Glomm traf zwischenzeitlich nach einer Ecke per Kopfball nur den Querbalken (57.).

Mit dem klaren Vorsprung im Rücken schalteten die Gastgeber ein paar Gänge zurück, zudem brachte Trainer Sgraja in der 67. Minute drei neue Leute, die sich erst einmal einfügen mussten. So hatten die Teltower Glück, dass es nicht zweistellig wurde. Aber einen Treffer mussten sie noch hinnehmen, in der 79. Minute markierte Hinz mit seinem fünften Treffer den 8:1-Endstand.

Trainer Steffen Sgraja fand nach dem Abpfiff keinen ernsthaften Grund zur Kritik, lobte seine Mannschaft zu diesem sehr guten Auftritt: „Wir hatten unter der Woche auch gut trainiert, ständig waren mindestens 14 Leute da, so etwas macht sich bemerkbar.“ In der Tat die Stahl-Elf spielte wie aus einem Guss. Angefangen mit Torhüter Vorheier, der mehrmals eingreifen musste, jedoch stets auf dem Posten war. Vor ihm räumten Steven Görn und Glomm in der Abwehr fast alles weg und leiteten die Mitspieler gut an. Und das Mittelfeld versuchte meistens mit schnellem direktem Passspiel die Spitzen in Position zu bringen. Solch ein Glanzauftritt wird sicherlich nun nicht die Regel sein, sollte aber Selbstvertrauen geben für die kommenden Aufgaben. Zum Beispiel, wenn am kommenden Sonntag (18. Oktober) der Tabellenzweite Bredower SV zu Gast ist.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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