Wo Berufsorientierung zum Erlebnis wird


Gern für ein Foto genutzt: das Gastspiel des Oberbürgermeisters.

Wie wird Glas für Yachten geschnitten, wie funktioniert die Pflege älterer Menschen und welche Aufgaben verbergen sich hinter einer Stadtverwaltung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten Schülerinnen und Schüler am 7. Oktober bei den „Offenen Unternehmensbesuchen 2026“. Insgesamt 30 Unternehmen und Institutionen aus Westbrandenburg ermöglichten 431 Jugendlichen authentische Einblicke in ihre Arbeitswelt. Dabei wurden 480 Zeitslots gebucht – so viele wie nie zuvor.

Ob Handwerk, Gesundheit, Pflege, Energie oder öffentliche Verwaltung: Die Jugendlichen konnten unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen, Mitarbeitenden über die Schulter schauen und selbst aktiv werden. Bei der BWB Betonwerke Berlin Brandenburg GmbH wurde beispielsweise Draht geflochten, bei der Heidelberger Druckmaschinen GmbH gebohrt und gelötet. Im Senioren- und Pflegezentrum Brandenburg an der Havel erlebten die Teilnehmenden mithilfe eines Alterssimulationsanzugs und eines Parcours im Rollstuhl die Herausforderungen körperlicher Einschränkungen. Weitere Einblicke boten unter anderem das Bestattungsunternehmen Schnee, die Caritas Klinik St. Marien und die Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel.

Die Besuche zeigten, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in der Region sind. Zugleich entstanden konkrete Perspektiven: Bei der BWB Betonwerke Berlin Brandenburg GmbH wurde direkt im Anschluss an einen Besuch ein Praktikum vereinbart. Ein weiteres Beispiel verdeutlichte, wie verschiedene Berufsorientierungsangebote ineinandergreifen können: Eine Teilnehmerin vertiefte ihren bereits im Juni beim Azubi-Speed-Dating geknüpften Kontakt zur Jedermann-Gruppe über den Berufemarkt Westbrandenburg bis hin zum Unternehmensbesuch vor Ort.

Auch Oberbürgermeister Daniel Keip und Bürgermeister Thomas Rosenberg nutzten die Gelegenheit, sich über die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der Region zu informieren. Während in Brandenburg an der Havel unter anderem Verwaltung, Bauhof, Vermessung und Berufsfeuerwehr ihre Tätigkeiten vorstellten, standen bei Unternehmensbesuchen in Premnitz die Berufsfelder rund um Energie und Energieversorgung im Mittelpunkt.

„Die erneut gestiegene Zahl der Buchungen zeigt, wie groß das Interesse der Jugendlichen an authentischen Einblicken in die Berufswelt ist,“

sagt Lisa Thiede vom Projektbüro der Wirtschaftsregion Westbrandenburg. Besonders erfreulich sei es, wenn aus ersten Begegnungen konkrete nächste Schritte wie Praktika oder weitere Unternehmenskontakte entstehen. Ihr Dank gilt den teilnehmenden Unternehmen und Institutionen, die mit ihrem Engagement Berufsorientierung praktisch erlebbar machen.

Die „Offenen Unternehmensbesuche“ sind ein gemeinschaftliches Angebot der Städte Brandenburg an der Havel, Rathenow und Premnitz sowie des Landkreises Havelland. Ziel ist es, jungen Menschen die berufliche Vielfalt Westbrandenburgs näherzubringen, direkte Kontakte zu Arbeitgebern zu ermöglichen und Perspektiven für Ausbildung und duales Studium in der Region aufzuzeigen.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel

Weitere Nachrichten

Stadtteilbeirat_081026_min
Nachrichten

Gemeinsam Hohenstücken gestalten

Gemeinsam Hohenstücken gestalten © Stadtteilbeirat Hohenstücken Der Stadtteilbeirat Hohenstücken sucht neue Mitglieder. Wer sich für seinen Stadtteil einsetzen, Ideen einbringen und etwas bewegen möchte, sollte

Weiterlesen »
Cookie Consent mit Real Cookie Banner