Sieg der Stahl-Frauen gegen Beelitz - Klare Steigerung in Hälfte zwei


Nach vier Wochen Pause hatten die Frauen der BSG Stahl Brandenburg am Sonntag ihren
Heimauftritt in der Landesliga gegen die SG Blau-Weiß Beelitz. Die lange Unterbrechungszeit machte sich schon bemerkbar, der Spielfluss kam nur schwer in Gang. Dennoch waren die Gastgeberinnen das klar bestimmende Team, was sich zunächst nur nicht im Ergebnis ausdrückte. Bereits in der 3. Minute hatte Vanessa Bürger die Führung auf dem Fuß. Sie ließ all ihre Gegenspielerinnen stehen, jagte dann aber aus kürzester Entfernung den Ball neben den linken Pfosten.

Es hätte für die Stürmerin ein rabenschwarzer Tag werden können. In der ersten Hälfte bekam sie noch zwei weitere klare Einschussmöglichkeiten (34., 42.), scheiterte aber jeweils an der SG-Torfrau Antonia Lietz. Weitere gute Chancen hatten die Stahl-Frauen noch durch Freistöße. Livia Bauers Versuch in der 10. Minute ging knapp daneben, Jessica Finkbeiner (45.) traf die Latte, und aus dem Gewühl heraus traf eine Stahlspielerin noch den rechten Pfosten, ehe die Situation geklärt wurde.

Die Brandenburgerinnen verzeichneten im ersten Durchgang ein klares Chancenplus, doch zunächst jubelten die Beelitzerinnen. Nach einem Freistoß war die Stahl-Abwehr gedanklich nicht auf der Höhe, ließ zu, dass der Ball zu Annabell Küpper im Sechzehner kam, die spielte noch Torfrau Celina Pflanz aus und traf in der 22. Minute zur überraschenden Führung. Es war die erste Chance der Gäste und es sollte gleichzeitig die Letzte gewesen sein. Für das mehr als verdiente 1:1 zur Pause sorgte der Elfmetertreffer von Bauer (39.). Zuvor nutzte Anja Seelhoff das ungeschickte Attackieren ihrer
Gegenspielerin, um den Strafstoß herauszuholen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte die Stahltrainerin Janine Groth mit Fabienne Wendt, Nathalie Säger und Tanja Lehmann frische Kräfte, die die Weichen auf Sieg stellten. Die beiden Letztgenannten wiesen Trainingsrückstände auf und Wendt konnte nur verspätet zum Spiel erscheinen. Lehmann sorgte in der Defensive für zusätzliche Sicherheit, Wendt übernahm ihre Rolle als Ballverteilerin im Mittelfeld und Säger war der Unruheherd in der Spitze, weil sie die Bälle festmachen konnte oder selbst gefährlich abschloss.

Dies bewies sie bereits in der 52. Minute. Frieda Moderegger setzte sich auf der rechten Seite durch und der Kopfball von Säger ging genau über die Hände von Lietz zur Führung ins Tor. Kurz darauf scheiterte Finkbeiner (56.) erneut mit einem Freistoß an der Latte, dann blieb die Torfrau Lietz bei einer Doppelchance von Moderegger und Bürger (60.) Sieger. Dann fehlten Bauer bei einem Drehschuss nur die berühmten Zentimeter für das beruhigende 3:1.

Es war aber nur eine Frage der Zeit, wann die endgültige Entscheidung in der nun sehr einseitigen Partie fällt. Das Tor zum 3:1 fiel nach einer Ecke, den Ball lenkte die Torfrau Lietz (71.) unter Bedrängnis selbst ins Tor. Fünf Minuten später jagte mit einem 25 Meter-Schuss Nathalie Säger den Ball in den Winkel zum 4:1. Kurz vor dem Abpfiff durfte sich auch Vanessa Bürger für ihren couragierten Auftritt belohnen. Sie erkämpfte sich am linken Strafraumrand den Ball, zog nach innen und überwand Lietz mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck zum 5:1-Endstand.

Aufgrund der Steigerung im zweiten Durchgang ein, auch in der Höhe, verdienter Sieg der Stahl-Frauen, der bei besserer Chancennutzung, vor allem in der ersten Hälfte, leicht deutlicher hätte ausfallen können. Trainerin Groth zeigte sich, vor allem aufgrund der Leistung nach der Pause mit dem Auftritt ihrer Mannschaft zufrieden. Kommenden Sonntag (11. Oktober/14 Uhr) geht es zum Tabellenfünften SC Oberhavel Velten.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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