Viele Gastgeschenke verteilt - Niederlage der Stahl-U23 gegen Dallgow


Eine 3:8-Klatsche kassierte die U23 der BSG Stahl Brandenburg im Heimspiel gegen den
Tabellenführer SV Dallgow 47. Eine Niederlage gegen die Dallgower ist keine Schande. Sie sind in der Vorsaison nur knapp am Aufstieg gescheitert, hatten da aber schon mit 120 erzielten Treffern die beste Offensive der Kreisoberliga Havelland. In der aktuellen Spielzeit legten die 47er bisher ebenfalls eine großen Torhunger an den Tag, kamen in ihren bisherigen drei Saisonspielen schon auf 19 Tore. Dass sie an diesem Sonntag ihr Torekonto auf 27 erhöhten, lag an gastfreudigen Brandenburgern, vor allem im ersten Durchgang.

Der Spitzenreiter besitzt schon eine große Klasse, die die Mannschaft von anderen Teams der Liga unterscheidet. Sie haben eine große Passsicherheit, von der die schnellen Angreifer profitieren. Dies bekam die Stahl-Elf zu spüren, doch die Gegentore waren beinah alles Gastgeschenke. Beim Führungstreffer in der 5. Minute durfte Theo Judith ungestört aus fünf Metern nach einem Eckball einköpfen. Beim 2:0 ließ man Pascal Uhl (18.) ungehindert aus 20 Meter abziehen, beim 3:0 behinderten sich Torhüter Ole Wendt und ein Abwehrkollege (30.) gegenseitig.

Nach dem 0:3 kam kurzzeitig Hoffnung auf. Praktisch im Gegenzug setzten sich die Platzherren endlich einmal auf der linken Seite durch. Franz Luca Landeck sah den mitgelaufenen Jerome Herzog, der aus zehn Metern zum 1:3 (31.) vollendete. Für einen kurzen Moment waren die Gäste verunsichert und die Gastgeber mutiger. Landeck zwang wenig später den SV-Torwart Alexander Thomas zu seinem ersten ernsthaften Eingreifen, dann verlagerte sich das Geschehen wieder auf die Gegenseite. In der 35. Minute konnte Wendt mit zwei Paraden hintereinander ein weiteres Gegentor verhindern, aber nur für vier Minuten, dann nahm Judith eine Einladung zum 4:1 an.

Doch damit nicht genug. Kurz vor der Halbzeit ging ein Freistoß von der linken Außenseite an Freund und Feind vorbei zum 5:1-Pausenstand in die Maschen. Es war die Krönung einer desolaten ersten Hälfte. Selbst Trainer Steffen Sgraja fand keine Wort für diesen Auftritt: „Die Dallgower sind ein echtes Spitzenteam in dieser Liga, die können schnellen, guten Fußball spielen. Doch wir haben es ihnen in der ersten Hälfte auch erlaubt und großzügige Geschenke verteilt.“

Nach dem Seitenwechsel wurde es immerhin besser. Die Stahl-Elf bekam mehr Zugriff im Mittelfeld, hielten die Gäste von ihrem Strafraum fern. Nach einer Stunde verwandelte Leonard Koppe eine Eingabe von links sicher zum 2:5. Nun begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, sicherlich auch begünstigt, da der Spitzenreiter ein paar Gänge zurückschaltete. Doch wenn sie eingeladen wurden, standen sie auch parat, wie in der 68. Minute, als sie auf 6:2 erhöhten. Und wieder konnten die Brandenburger schnell kontern. Nur drei Minuten später erzielte David Hinz das 3:6.

Dadurch ermutigt wollten das U23-Stahlteam noch mehr Ergebniskosmetik betreiben. Es gelang den Gastgebern immer mal wieder gefährlich über die Außen zu kommen, was man im ersten Durchgang komplett vermisst hatte. Die gelegentlichen Aussetzer wussten die Dallgower aber brutal zu bestrafen. In der 75. und 79. Minute konnten sie mühelos den 8:3-Endstand erzielen.

Am verdienten Sieg der Gäste gibt es keinerlei Zweifel, das muss die Mannschaft von Trainer Sgraja akzeptieren, doch wie die Mehrzahl der Gegentore gefallen sind, ist diskussionswürdig. Jetzt heißt es schnell diese Partie aus den Köpfen zu bekommen, solche Spieltage unterlaufen einer Mannschaft halt im Laufe der Saison. Der Kontrahent gehört auch nicht zur Kategorie der Teams, die man schlagen muss. Das ist eher der Gegner am kommenden Sonntag (27. September/15 Uhr), die SG Eintracht Friesack. Dann ist auch Kapitän Steven Görn wieder mit von der Partie, der gegen Dallgow seine Sperre absaß.

Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

Weitere Nachrichten

Undine-Statue_wird_versetzt_230926-1
Nachrichten

Undine-Skulptur zieht um

Undine-Skulptur zieht um Die Undine-Skulptur zieht um. © Holger Siggel Die 1,50 Meter hohe Undine-Skulptur, die seit gut elf Jahren auf ihrem Steinsockel die kleine

Weiterlesen »
Cookie Consent mit Real Cookie Banner