
Verlängerung der Vollsperrung der Quenzbrücke
Verlängerung der Vollsperrung der Quenzbrücke pixabay Bei den aktuell laufenden Spundwand- und Ankerarbeiten an der Quenzbrücke auf der Brückenseite Richtung Plaue führen Schwierigkeiten im Baugrund
Vom 19. bis zum 27. September 2026, jeweils von 20:00 bis 22:00 Uhr, stehen Seealgen, Klima und die Frage nach der Verantwortung des Menschen im Mittelpunkt des interdisziplinären Kunstprojekts „TANG 2“ in der Franziskanerkirche Sankt Johannis. Die Künstler Felix Komoll, Jean Molitor und Nils-R. Schultze verbinden Musik, Fotografie, Video, Licht- und Objektkunst zu einer begehbaren Installation, die ökologische Zusammenhänge nicht erklären, sondern sinnlich erfahrbar machen will.
Im Zentrum steht die weitgehend unsichtbare Welt der Seealgen und Unterwasserökosysteme. Sie sind für das globale Ökosystem von großer Bedeutung, bleiben in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch häufig im Hintergrund.
„Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger über Klimawandel und Umweltzerstörung sprechen,“
sagt das Künstlerteam.
„TANG 2 soll einen Raum schaffen, in dem man sich auf eine andere Perspektive einlässt – körperlich, emotional und mit allen Sinnen.“
Drei Konzerte bilden den dramaturgischen Mittelpunkt des Projekts. In einer eigens entwickelten Raum- und Lichtinszenierung treffen Komolls Klangwelten auf Fotografien und Videos von Molitor sowie Licht- und Rauminterventionen von Schultze. Architektur, Projektion und Musik verschmelzen dabei zu einem Erfahrungsraum, in dem das Publikum nicht nur zuschaut, sondern Teil der Inszenierung wird.
„Uns interessiert die Frage, was passiert, wenn der Mensch sich nicht mehr als Mittelpunkt der Natur versteht,“
beschreibt das Künstlerteam den Ausgangspunkt von „TANG 2“. Die Unterwasserwelt wird dabei zur Metapher für eine grundlegende gesellschaftliche Frage: Wie gehen wir mit natürlichen Systemen um, deren Bedeutung wir erst allmählich verstehen?
Fotografien aus Jean Molitors Zyklus „Herbarium der Zeit“ erweitern die Installation um Aspekte von Natur, Zeit und Vergänglichkeit. Die Arbeiten stehen im Dialog mit Klang, Licht und Architektur und erzeugen eine Atmosphäre zwischen Schönheit und Irritation.
„TANG 2“ ist die Fortsetzung einer 2024 begonnenen künstlerischen Auseinandersetzung mit Seealgen, Unterwasserwelten und Klima. Das Projekt versteht sich ausdrücklich nicht als wissenschaftliche Ausstellung, sondern als Versuch, ökologische Fragestellungen über die Sinne zugänglich zu machen.
„Kunst kann keine politischen Entscheidungen ersetzen,“
so das Künstlerteam.
„Aber sie kann Wahrnehmung verändern – und damit vielleicht auch die Haltung, mit der wir auf unsere Umwelt blicken.“
Die Ausstellung wird gefördert von der Stadt Brandenburg an der Havel.
Quelle: Stadt Brandenburg / © Jean Molitor

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