
Fahrplan der „Havelfee“ vom 01.09. bis 19.09.26
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1:1 Stahl gegen Ludwigsfelde - Moral war intakt
Zum Auftakt in der Brandenburgligasaison 2026/27 trennten sich im Stadion am Quenz die BSG Stahl Brandenburg und der Ludwigsfelder FC mit einem 1:1-Unentschieden. Sicherlich hatten sich die Stahl-Fans mehr erhofft, konnten am Ende aber mit der Punkteteilung leben, da die Gastgeber lange Zeit dem Rückstand hinterherliefen. Bevor der Fußball in den Fokus rückte, wurde vor dem Anpfiff noch zweier Verstorbener gedacht. Zum einen an Philipp Perl, der Torwart von Grün-Weiß Wusterhausen, der am Donnerstag beim Versuch zu helfen getötet wurde. Die Stahl-Anhänger nahmen zudem Abschied von ihrem langjährig Weggefährten Peter Schikora, der im Sommer verstarb.
Der Auftakt der Stahl-Elf war vielversprechend. In der 3. Minute prüfte Justin Inter mit einem Freistoß aus halbrechter Position den LFC-Torwart Daniel Hemicker. Der Ball kam noch einmal in den Sechzehner, doch Sebastian Hoyers Kopfball landete auf dem Tornetz. Mit dieser Intensität ging es jedoch nicht weiter. Die Platzherren trafen auf einen starken Abwehrverbund, der kaum Lücken zuließ. In der 13. Minute wurde Hoyer äußerst rustikal aus dem Weg geräumt, der Pfiff blieb aus, und daraus entwickelte sich ein perfekter Konter der Autostädter. Lennard Quanz drang rechts in den Strafraum ein und ließ mit seinem Schuss ins lange Eck Stahl-Schlussmann Felix Baitz keine Abwehrchance.
Dies spielte den Gästen in die Karten. Praktisch mit zwei Abwehrreihen schirmten sie ihren Sechzehner ab. Die Brandenburger versuchten es immer wieder mit hohen Bällen, die jedoch mehr oder weniger sicher geklärt wurden. In der 20. Minute schien der Plan nicht aufzugehen, nach einem Eckball landete der Ball im LFC-Kasten, doch der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter Sebastian Werner wollte ein Foulspiel gesehen haben. Die 365 Zuschauer sahen sich bemühende Stahl-Spieler, die es aber an Schnelligkeit missen ließen, um den Riegel auseinander zu ziehen.
Tormöglichkeiten blieben so Mangelware. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte wurde es je einmal in beiden Strafräumen turbulent. In der 40. Minute verhinderte Baitz im eins-gegen-eins einen weiteren Einschlag. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde ein Schuss von Caner Özcin geblockt, der Abpraller fiel Marvin Gründler vor die Füße, doch seinen Schuss aus elf Meter konnte Hemicker reaktionsschnell parieren.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht ansehnlicher. Die Ludwigsfelder beschränkten sich aufs Nötigste, ließen die Gastgeber kommen. Da fehlte es aber an einem Ideengeber im Mittelfeld. Die verletzten Nils Müller und Jonas Günther wurden schmerzlich vermisst. Den ersten nennenswerten Abschluss hatte Gründler (55.), aber viel mehr passierte nicht. Trainer Robert Pocrnic reagierte, brachte innerhalb kürzester Zeit Ben Dayan Bleiß, Timm Renner und Paul Kämmerer. Die Jugend sollte es richten und sie tat es dann auch.
Auch wenn spielerisch nicht allzu viel zusammen ging, stimmte aber die Moral bei den
Brandenburgern. Nach jedem abgewehrten Angriff versuchten sie es erneut. In der 81. Minute kam der Ball im Sechzehner zu Bleiß, der nicht lang fackelte, und entschlossen aus sieben Meter zum 1:1 traf. Darauf ruhten sich die Platzherren nicht aus, gingen nun auf Sieg. Auch die Gäste hatten es jetzt plötzlicher eiliger, doch in der restlichen Spielzeit konnte sich kein Team mehr eine herausragende Chance erarbeiten. Am Ende bedauerte die Stahlmannschaft, dass es nicht zu mehr gereicht hat, aber aufgrund des späten Ausgleichstreffers herrscht auch eine gewisse Zufriedenheit, nicht mit einer Niederlage in die Saison gestartet zu sein.
Trainer Pocrnic konnte mit dem Remis ebenfalls leben, monierte aber das langsame Passspiel seiner Mannschaft und die Mauertaktik des Gegners. Er lobte dafür die Moral seines Teams, das nie aufgab und sich gegen die Niederlage wehrte.
Kommenden Sonnabend (5. September) wird die 2. Runde im Landespokal ausgetragen. Die Stahl-Elf hat um 15 Uhr erneut Heimrecht, Gegner ist der Regionalligist FSV 63 Luckenwalde.
Quelle: BSG Stahl Brandenburg e.V.

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