Die Landtagsabgeordnete Britta Kornmesser hat gemeinsam mit Staatssekretär Uwe Schüler aus dem Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg den Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in Brandenburg an der Havel besucht.
Im Gespräch mit Dirk Ulrich, Referatsleiter Einsatz des THW-Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Virginia Sanchez Martinez, THW-Ortsbeauftragte in Brandenburg an der Havel, sowie zahlreichen ehrenamtlichen THW-Kameradinnen und -Kameraden ging es insbesondere um die weitere Entwicklung des Standortes, das geplante THW-Ausbildungszentrum, die Rahmenbedingungen des Ehrenamtes und die wachsenden Anforderungen an den Bevölkerungsschutz.
Der THW-Ortsverband Brandenburg an der Havel wird vollständig ehrenamtlich getragen. Mehr als 90 aktive Helferinnen und Helfer engagieren sich am Standort. Auch die Nachwuchsarbeit ist gut aufgestellt: Rund 30 Kinder und Jugendliche zwischen etwa acht und 18 Jahren sind derzeit aktiv. Der Frauenanteil im Ortsverband liegt bei rund 40 Prozent, einem der höchsten im THW-Landesverband.
Kornmesser erklärt: „Was die Kameradinnen und Kameraden des THW hier in Brandenburg an der Havel leisten, verdient große Anerkennung. Sie investieren viel Zeit in Ausbildung und Übungen und stehen bereit, wenn bei Unwettern, Bränden, Stromausfällen oder anderen größeren Schadenslagen schnelle technische Hilfe benötigt wird. Dieses ehrenamtliche Engagement ist ein wichtiger Bestandteil unseres Bevölkerungsschutzes.“
Ein Schwerpunkt des Austauschs war das geplante THW-Ausbildungszentrum in Brandenburg an der Havel. Nach dem derzeitigen Gesprächsstand sind dort rund 200 Betten, mehr als 100 Beschäftigte sowie ein rund 40.000 Quadratmeter großes Übungsgelände vorgesehen. Eine Fertigstellung wäre nach aktuellem Stand im besten Fall 2031 möglich. Noch offen sind insbesondere Grundstücks- und Vertragsfragen zwischen der Stadt Brandenburg an der Havel und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
„Die Pläne für das Ausbildungszentrum zeigen, welche Bedeutung Brandenburg an der Havel künftig für das THW haben kann. Ein solcher Standort wäre nicht nur für den Bevölkerungsschutz, sondern auch für unsere Stadt eine wichtige Entwicklung. Entscheidend ist nun, die noch offenen Fragen zwischen den beteiligten Stellen weiter zu klären“, so Kornmesser.
Im Gespräch wurde auch die Verkehrsanbindung eines künftigen Ausbildungszentrums an die Innenstadt thematisiert. Zur Sprache kamen außerdem die finanziellen Rahmenbedingungen der ehrenamtlichen Arbeit. Positiv bewertet wurde die jährliche Prämie des Landes Brandenburg für die Mitwirkung im Katastrophenschutz. Zugleich berichteten die Gesprächspartner von gestiegenen Kosten etwa für Energie, Treibstoff, Räume und Verdienstausfälle, denen die vorhandenen Selbstbewirtschaftungsmittel nicht in gleichem Umfang gefolgt seien.
Kornmesser dazu: „Ein funktionierender Bevölkerungsschutz lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Deshalb war es mir wichtig, direkt mit den Ehrenamtlichen und den Verantwortlichen des THW darüber zu sprechen, wo es gut läuft und wo im Alltag Schwierigkeiten bestehen. Die angesprochenen Punkte nehme ich aus dem Gespräch mit und werde die weitere Entwicklung des Standortes aufmerksam begleiten.“
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen war Thema des Besuchs. Der Ortsverband steht im Austausch mit der Berufsfeuerwehr, den Freiwilligen Feuerwehren in Stadt und Umland sowie weiteren Hilfsorganisationen und führt gemeinsame Übungen durch.
„Gerade bei größeren Schadenslagen funktioniert Hilfe nur gemeinsam. Der Austausch zwischen THW, Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Kommunen sowie Land und Bund ist deshalb besonders wichtig. Ich danke Staatssekretär Uwe Schüler, den Verantwortlichen des THW und vor allem den vielen ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden für das offene Gespräch und ihren Einsatz für die Menschen in unserer Region“, so Kornmesser abschließend.
Quelle: Wahlkreisbüro MdL Britta Kornmesser
Leserbriefe, Wahlwerbung und politische Meldungen unterliegen der Eigenverantwortung des Verfassers und spiegeln nicht die Meinung oder Interessen der Redaktion wieder.