Schulwegsicherheit bildet mit neuen Schulwegplänen und dem „Schulweg-Radar“ den Auftakt
Unter dem Leitgedanken „Verkehrssicherheitsarbeit – Sicher an der Havel“ entwickelt die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Brandenburg an der Havel umfassende Präventionsprojekte zur Verkehrssicherheit.
Ziel ist es, die Verkehrssicherheit in Brandenburg an der Havel durch gezielte Präventionsmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit nachhaltig zu stärken. Risiken sollen frühzeitig erkannt, sicheres und rücksichtsvolles Verkehrsverhalten gefördert sowie bestehende sichere Strukturen sichtbar gemacht und bestmöglich genutzt werden.
Ein wichtiger Partner dieser Verkehrssicherheitsarbeit ist die Polizei des Landes Brandenburg. Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel sollen insbesondere Prävention, Verkehrssicherheitsarbeit und die Vermittlung eines sicheren Verkehrsverhaltens weiter gestärkt werden.
Unter dem gemeinsamen Leitgedanken werden zunächst drei Schwerpunkte in eigenständigen Projekten aufgegriffen und kontinuierlich weiterentwickelt:
- Schulwegsicherheit – Projekt „Schulweg-Radar“
Sichere Schulwege erkennen, vermitteln und gemeinsam mit Kindern und Eltern weiterentwickeln. - Unfallhäufungsstellen – Projekt „Unfall-Radar“
Unfallgeschehen und Unfallhäufungsstellen analysieren, besondere Verkehrssituationen transparent machen und über Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit informieren. - Radverkehr – Projekt „Rad-Radar“
Verkehrssicherheit im Radverkehr stärken, sichere Verkehrsführung vermitteln und für ein rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden sensibilisieren.
Oberbürgermeister Daniel Keip begrüßt insbesondere den gemeinsamen Präventionsansatz von Stadt und Polizei:
„Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Deshalb freue ich mich, dass unsere Straßenverkehrsbehörde und die Polizei des Landes Brandenburg ihre Erfahrung und Kompetenz in dieser Initiative zusammenbringen. Mit „Sicher an der Havel“ verbinden wir die fachliche Verkehrssicherheitsarbeit mit Prävention und verständlicher Information. Besonders wichtig ist mir, bereits bei unseren Jüngsten anzusetzen: Kinder sollen ihren Schulweg kennen, ihn gemeinsam mit ihren Eltern üben und zunehmend sicher und selbstständig bewältigen können. Stadt, Polizei, Schulen, Eltern und Kinder leisten damit gemeinsam einen Beitrag für sichere Schulwege und mehr Verkehrssicherheit in Brandenburg an der Havel.“
Den Auftakt der neuen Verkehrssicherheitsprojekte bildet zum Schuljahresbeginn 2026/2027 die Schulwegsicherheit.
Schulwegsicherheit: Gut vorbereitet – sicher unterwegs
Mit dem Projekt „Schulwegsicherheit: Gut vorbereitet – sicher unterwegs“ startet die Straßenverkehrsbehörde ein langfristiges Präventionsprojekt zur Förderung der Schulwegsicherheit an den Schulen der Stadt Brandenburg an der Havel.
Im Mittelpunkt stehen individuelle Schulwegpläne für die Schulen im Stadtgebiet. Als erste Schule erhält die Georg-Klingenberg-Grundschule zum Schulstart am 24. August 2026 einen eigenen Schulwegplan. Anschließend sollen schrittweise die weiteren Schulen der Stadt einbezogen werden.
Die Schulwegpläne unterstützen Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern dabei, den täglichen Schulweg kennenzulernen, gemeinsam zu erkunden und so sicher wie möglich zu gestalten. Sie zeigen unter anderem empfohlene Schulwege, geeignete Querungsstellen und Querungshilfen wie Fußgängerüberwege, ÖPNV-Haltestellen sowie weitere für den jeweiligen Schulweg wichtige Besonderheiten.
Dabei geht es um mehr als die Darstellung eines empfohlenen Weges auf einer Karte. Insbesondere Schulanfänger sollen gemeinsam mit ihren Eltern den Schulweg praktisch erkunden, geeignete Querungsmöglichkeiten kennenlernen, besondere Verkehrssituationen erkennen und richtiges Verhalten wiederholt üben.
Entdecken – Finden – Üben – Können
Unter diesem pädagogischen Ansatz erhalten die Kinder einen von Straßenverkehrsbehörde und Polizei gemeinsam bereitgestellten Schulwegpass. Mit ihm sollen sie ihren eigenen Schulweg Schritt für Schritt erkunden und sich aktiv mit der Schulwegsicherheit auseinandersetzen.
Die Kinder sollen dabei Gefahren und Besonderheiten entdecken, geeignete und sichere Querungsstellen finden und richtiges Verhalten gemeinsam mit ihren Eltern üben. Im Schulwegpass können die einzelnen Schritte festgehalten und der eigene Schulweg erkundet werden.
Am Ende steht das Können: Die Kinder sollen ihren Schulweg nicht nur kennen, sondern ihn nach wiederholtem Üben zunehmend sicher und selbstständig meistern können. Durch die aktive Beschäftigung mit dem eigenen Schulweg werden die Inhalte des Schulwegplans unmittelbar mit dem Alltag der Kinder verbunden.
Damit verbindet das Projekt Verkehrssicherheit mit der Förderung der Selbstständigkeit und Verkehrskompetenz der Kinder. Die Unfallstatistiken zeigen zugleich, dass die Schulwege in Brandenburg an der Havel bereits sicher sind. Die Schulwegpläne sollen vorhandene sichere Strukturen sichtbar und nutzbar machen, zusätzliche Orientierung geben und dazu beitragen, dieses Sicherheitsniveau langfristig zu erhalten.
Schulweg-Radar: Verkehrssicherheit verständlich vermittelt
Begleitet wird das Projekt durch die neue Videoreihe „Schulweg-Radar“. In kurzen Beiträgen werden die Schulwegpläne vorgestellt und praktische Hinweise für ein sicheres Verhalten auf dem Schulweg vermittelt.
Dabei werden beispielsweise Fragen aufgegriffen wie: Wie finde ich einen geeigneten Schulweg? Wo kann ich eine Straße sicher überqueren? Warum sollte der Schulweg gemeinsam geübt werden? Wie können Kinder im Straßenverkehr besser gesehen werden?
Die ersten Beiträge werden Mitte August über die Social-Media-Kanäle der Stadt Brandenburg an der Havel veröffentlicht.
Gemeinsamer Aktionstag und Beteiligung der Familien
Zum Schuljahresbeginn wird das Projekt auch unmittelbar vor Ort sichtbar. Am 24. August 2026 findet morgens an der Georg-Klingenberg-Grundschule eine gemeinsame Verkehrssicherheitsaktion statt.
Oberbürgermeister Daniel Keip, die Beigeordnete Susanne Fischer, Vertreterinnen und Vertreter des Straßenverkehrsamtes, der Leiter der Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel, Endro Schuster, wie auch Einsatzkräfte der Polizei werden vor Ort sein. Neben Informationen zum neuen Schulwegplan erhalten die Kinder ihren Schulwegpass, mit dem sie anschließend gemeinsam mit ihren Eltern ihren persönlichen Schulweg erkunden und üben können.
Die Familien werden auch in die weitere Entwicklung des Schulwegplans einbezogen. In den ersten Schulwochen werden Schülerinnen und Schüler sowie Eltern der Georg-Klingenberg-Grundschule im Rahmen einer Umfrage zu ihren Erfahrungen auf den täglichen Schulwegen befragt. Ihre Hinweise sollen die fachliche Betrachtung ergänzen und in die Feinabstimmung und Weiterentwicklung des Schulwegplans einfließen.
Schulwegplan digital abrufbar – weitere Schulen folgen
Der Schulwegplan der Georg-Klingenberg-Grundschule steht auch als digitale Karte zur Verfügung. Eltern können sich dort gemeinsam mit ihren Kindern über empfohlene Wege, Querungsmöglichkeiten und weitere Besonderheiten des Schulwegs informieren: Schulwegsicherheit der Stadt Brandenburg an der Havel.
Nach dem Start an der Georg-Klingenberg-Grundschule werden sukzessive weitere Schulen in das Projekt einbezogen.
Mit dem Projekt Schulwegsicherheit und dem „Schulweg-Radar“ wird damit zugleich der erste Schwerpunkt der übergeordneten „Verkehrssicherheitsarbeit – Sicher an der Havel“ sichtbar. Mit dem „Unfall-Radar“ und dem „Rad-Radar“ folgen weitere Projekte, die unterschiedliche Bereiche der Verkehrssicherheit aufgreifen und für die Bürgerinnen und Bürger verständlich und praxisnah vermitteln.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel