Integrierter Kita- und Schulentwicklungsplan: Stadt Brandenburg an der Havel steht vor entscheidenden Weichenstellungen


Am Wiesenweg ist ein neuer Schulcampus geplant. © Stadt Brandenburg an der Havel / Thomas Messerschmidt

Die Stadt Brandenburg an der Havel steht bei der Entwicklung ihrer Bildungsinfrastruktur vor großen Herausforderungen. Der nun vorliegende integrierte Kita– und Schulentwicklungsplan macht deutlich: Der Handlungsdruck ist hoch – und weitere Verzögerungen kann sich die Stadt nicht leisten. Erstmals werden die Entwicklungen im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen auf einer gemeinsamen Datengrundlage betrachtet.

„Wir reden hier nicht über abstrakte Planungen, sondern über die konkrete Frage, ob wir in den kommenden Jahren ausreichend Schulplätze bereitstellen können“, sagt die Jugend-Beigeordnete Alexandra Adel. Besonders im Schulbereich werde bereits heute deutlich, dass der Betrieb vielerorts nur durch das hohe Engagement der Einrichtungen aufrechterhalten werden kann.

Der Plan zeigt klar auf, dass es nicht ausreicht, bestehende Strukturen zu verwalten. Vielmehr sind konsequente Investitionen und eine beschleunigte Umsetzung bereits beschlossener Maßnahmen erforderlich. Dazu zählen unter anderem Erweiterungen bestehender Schulstandorte, zusätzliche Kapazitäten an Gymnasien sowie der Bau neuer Schulangebote.

Beschlüsse die bereits in der Vergangenheit befasst worden sind in den aktuellen Plan eingearbeitet,

betont Alexandra Adel.

Gleichzeitig wird auch das Land Brandenburg in die Pflicht genommen. Während die Stadt für Gebäude und Ausstattung verantwortlich ist, liegen zentrale Fragen wie die Lehrkräfte-Versorgung und pädagogische Rahmenbedingungen beim Land Brandenburg. Ohne ausreichende Unterstützung stoßen kommunale Maßnahmen an ihre Grenzen.

Vor diesem Hintergrund plant die Stadt, im Rahmen einer Bildungswerkstatt gemeinsame bildungspolitische Positionen zu entwickeln und diese geschlossen gegenüber dem Land zu vertreten.

Die Beschlussfassung zum integrierten Kita- und Schulentwicklungsplan ist für Mai 2026 vorgesehen. Bis dahin wird der Plan in den zuständigen Ausschüssen weiter beraten.

Fazit: Der Plan liefert eine klare Grundlage – jetzt kommt es auf den politischen Willen an, die notwendigen Entscheidungen konsequent zu treffen und umzusetzen.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Thomas Messerschmidt

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