Ausstellung „WTF – Wut trifft Feminismus im Museum“ im Stadtmuseum eröffnet


Oberbürgermeister Daniel Keip, Gleichstellungsbeauftragte Jeanette Horn und Museumsleiterin Anja Grothe hießen die Gäste der Ausstellungseröffnung willkommen.

Im Beisein von Oberbürgermeister Daniel Keip ist am Donnerstagabend die Kabinettausstellung „WTF – Wut trifft Feminismus im Museum“ im Stadtmuseum im Frey-Haus in der Ritterstraße 96 eröffnet worden. Er hieß zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten Jeanette Horn und Museumsleiterin Anja Grothe die Auftakt-Gäste willkommen.

Mit der Ausstellung beteiligt sich das Stadtmuseum an den Veranstaltungen der Brandenburger Frauenwochen, die dieses Jahr unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ steht.

Museumsleiterin Anja Grothe erläutert:

In der Kabinettausstellung fragen wir historische Persönlichkeiten nach ihrer Wut, zeigen Objekte aus der Sammlung und laden unsere Besucherinnen und Besucher in die ‚Galerie der Namenlosen‘ ein.

Bei den Ausstellungsvorbereitungen sei lange überlegt worden, worüber historische weibliche Persönlichkeiten aus Stadt und Land wütend gewesen sein könnten und worüber Mitarbeiterinnen heute beim Blick in die Museumssammlung, ob der Arbeitsbedingungen im Haushalt und in den Fabriken und Betrieben, Wut empfinden – in Anbetracht von Haushaltsgegenständen, die schwerste Verbrennungen verursachen, die sogar explodieren können oder giftige Substanzen beim Gebrauch ausstoßen. Oder die Korsetts, die bei Dauergebrauch das Luftholen erschweren und damit auch das Lautwerden verhindern, wenn es um das Einfordern von Frauenrechten, wie dem Wahlrecht oder der Gleichberechtigung geht. Anja Grothe:

Es ist kein Zufall, dass das Korsett nach dem 1. Weltkrieg, zu Zeiten der Weimarer Republik, relativ schnell verschwunden ist.

Die „Galerie der Namenlosen“ – der namenlosen Frauen genauer gesagt – zeigt einen Ausschnitt der Kunstsammlung: nur etwas mehr als ein Drittel der dargestellten Frauen sind namentlich bekannt, aber fast 90 % der Männer. Einige der Namenlosen hat das Museums-Team als Reproduktion zusammengestellt und lädt ein, den Frauen einen Namen zu geben oder eine Geschichte zu schreiben, warum sie wütend sein könnten. Dafür liegen Hefte in der Ausstellung bereit.

Die Zitate von bekannten Persönlichkeiten, die den Bildern zur Seite gestellt sind, sollen bewusst die Wut über aktuelle Zustände sichtbar machen oder auch zum Nachdenken anregen. Donald Trump ist dabei ebenso vertreten wie Martin Luther, Hildegard Knef und Badmómzjay.

Die Ausstellung im Stadtmuseum ist mindestens bis zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2026 zu erleben und dienstags bis sonntags jeweils 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt

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