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Startseite » Blog » 100 Jahre Dietrich Kümmel – Ein Jahrhundert Liebe, Handwerkund Lehnin
Es gibt Geburtstage, die weit mehr bedeuten als ein weiteres Jahr im Kalender. Als Dietrich Kümmel am 20. August 2025 auf 100 Lebensjahre zurückblickte, dann blickte Lehnin auf ein Jahrhundert Zeitgeschichte – verkörpert in einem Mann, der wie kaum ein anderer mit dem Ort verwurzelt ist. Mit seiner ruhigen, bescheidenen Art und einem klaren Geist empfing der Jubilar am Mittwochvormittag Bürgermeister Uwe Brückner und Ortsvorsteher Stefan Behrendt in seinem Wohnzimmer – gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie, mit der er seit 75 Jahren verheiratet ist.
„Wir sind ein Herz und eine Seele“, sagte Rosemarie Kümmel leise. Und ihr Mann, der für sein Alter bemerkenswert vital wirkte, lächelte: „Ich hätte ohne sie vieles nicht geschafft.“ Der gegenseitige Halt und das jahrzehntelange Miteinander haben die beiden geprägt. Ihre Ehe – geschlossen am 27. Mai 1950 – wurde zur Quelle von Kraft, Lebensfreude und Beständigkeit.
Mit dem Leben im Einklang
Geboren wurde Dietrich Kümmel 1925 in Lehnin. Er ist seiner Heimat ein Leben lang treu geblieben. Als Uhrmacher in dritter Generation übernahm er den traditionsreichen Familienbetrieb, der 1883 von seinem Großvater gegründet wurde. Auch im hohen Alter sitzt er mit Leidenschaft in seiner Werkstatt und repariert mit seinem Sohn, der ebenfalls die Fertigkeiten des Vaters annahm, an filigranen Uhrwerken – mechanische Präzision als Sinnbild für sein eigenes Leben: geordnet, fokussiert, ruhig. Mit 100 Jahren überlässt er allerdings die Arbeiten primär seinem Sohn.
Dass Herr Kümmel heute noch täglich Zeitung liest, sich erinnert, reflektiert und mit klarem Blick spricht, erstaunt viele – aber erklärt sich vielleicht durch seine Lebensweise. „Ich habe nie geraucht, nie getrunken. Ich war immer viel draußen. Segeln, Sport, Arbeit – das hat mich jung gehalten.“ Noch am Morgen seines 100. Geburtstages war er selbstständig im Supermarkt einkaufen. Auf dem Weg dorthin gratulierten ihm zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit Handschlag, einem Lächeln und ehrlichem Respekt.
Ein Leben als Erzählung der Geschichte
In den Gesprächen mit Bürgermeister Brückner und Ortsvorsteher Behrendt wurde schnell klar: Dietrich Kümmel ist mehr als ein Jubilar. Er ist ein lebendiges Archiv. Auf die Initiative von Behrendt hin wurde deshalb der Kontakt zum neuen Ortschronistenpaar Familie Bischoff hergestellt. Herr Kümmel erklärte sich gerne bereit, mit seinen Erinnerungen an das Lehnin vergangener Jahrzehnte zur Arbeit der Chronisten beizutragen – mit Geschichten, die das Leben und das Lehnin der Vergangenheit widerspiegeln.
Dabei ist seine Biografie von Brüchen geprägt – der Krieg führte ihn nach Schottland in
Gefangenschaft. Die Familie führte ihn zurück. Rosemarie stammte aus Ostpreußen, ihre Flucht sowie die schweren Zeiten nach dem Kriege und bei der Ankunft in Lehnin stellten sie vor große Herausforderungen. Durch einen Zufall oder Bestimmung lernten sich die beiden unverhofft in Lehnin kennen. Ihre Liebe wuchs und sie blieben einander treu, kämpften sich gemeinsam mit einer Zuversicht durchs Leben, die bis heute spürbar ist.
Dankbarkeit als Lebenshaltung
„Wir erwarten nichts Großes mehr vom Leben“, sagte Rosemarie. „Aber jeder Tag, den wir
gemeinsam verbringen dürfen, ist das größte Geschenk.“ Es sind diese leisen, ehrlichen Sätze, die berühren. In einer Welt der Hektik, Unsicherheit und Unruhe wirken Dietrich und Rosemarie Kümmel wie ein Anker: bescheiden, dankbar und zugewandt.
Zum Besuchs überreichten Brückner und Behrendt die Grüße und Glückwünsche der Gemeinde und bekamen im Gegenzug ein Stück gelebte Geschichte geschenkt. Der Tag war kein offizieller Festakt, sondern eine stille Würdigung eines Lebens, das durch Treue, Liebe und Haltung geprägt wurde. 100 Jahre Dietrich Kümmel – das ist die Geschichte eines Mannes, der nie laut war und doch viel bewegt hat. Der nie das Rampenlicht suchte, aber bis heute leuchtet.
Quelle: GEMEINDE KLOSTER LEHNIN

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