FDP und Initiative Junge Liberale freuen sich über die erste Regenbogenfahne am Brandenburger Rathaus

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FDP und Initiative Junge Liberale freuen sich über die erste Regenbogenfahne am Brandenburger Rathaus

Ohne Aufsehen wurde die Regenbogenfahne heute am 28. Juni am Rathaus gehisst. Die Stadtverordnetenversammlung hat letzte Woche auf Antrag der FDP-Fraktion die Hissung der Fahne beschlossen -am eigentlichen Christopher-Street-Day, an welchem Jahr für Jahr an die gewaltsamen Auseinandersetzungen bei einer Polizei-Razzia in der Schwulenbar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street in New York am 28. Juni 1969 erinnert wird.

Für den FDP-Kreisvorsitzenden Patrick Meinhardt und den Vertreter der Initiative der Jungen Liberalen Dennis Walczak ist dies Anlass genug, um voller Freude mit einem Sekt an der Regenbogenfahne anzustoßen: „Endlich flaggt auch Brandenburg an der Havel zum ersten Mal. Wir freuen uns als FDP und Junge Liberale sehr über dieses Zeichen von Vielfalt und Toleranz. Jedoch beschleicht einen das Gefühl, als geschehe dies ein wenig verschämt und weil man es halt nach einem Beschluss so machen muss -möglichst still, leise und ohne Aufsehen.“

Dafür spricht auch der heutige Morgen. „Unser Kreisgeschäftsführer und Pressesprecher Roman Zhdanov wollte heraus bekommen, wann denn die Regenbogenfahne gehisst werde. Bei seinem Anruf um 8.10 Uhr in der Pressestelle konnte man nichts dazu sagen, man wolle sich aber wieder melden. Um 8.33 Uhr gab das Büro des Oberbürgermeisters die Auskunft, dass man keine Informationen habe und dass die Fahne vermutlich schon hänge, aber kein offizieller Termin geplant sei. Um 8.55 Uhr hat unser Pressesprecher dann eine Mail des Presseabteilung des Rathauses bekommen, dass um 9.00 Uhr die Fahne gehisst werde. Eine gewisse Ahnung beschleicht einen da schon!“ so der FDP-Kreisvorsitzende Patrick Meinhardt.

Walczak und Meinhardt hoffen für nächstes Jahr auf eine andere Vorbereitung durch die Stadt, wenn ab kommenden Jahr auch am 17. Mai, am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-und Transphobie (IDAHOBIT), die Regenbogenflagge gehisst wird: „Das sollte schon mit einem kleinen Festakt verbunden sein und nicht im Verborgenen zelebriert werden. Brandenburg an der Havel reiht sich ab heute immerhin in eine ganze Reihe von Städten Brandenburgs ein, in denen an diesen Tagen die Regenbogenfahnen gehisst werden: Potsdam, Falkensee, Velten, Fürstenwalde, Perleberg, Erkner, Storkow (Mark), Oranienburg, Seelow, Rüdersdorf, Strausberg, Frankfurt (Oder), Wustermark und Hohen Neuendorf. Wenn Brandenburg ein klares Zeichen setzen will, dann lässt die Stadt die Regenbogenfahne vom 17. Mai bis 28. Juni gehisst.“

Augenzwinkernd fügen beide hinzu: „Und sollte es der Stadt nicht möglich sein, dann werden wir Liberale nächstes Jahr für Sekt und Orangensaft sorgen!“

Quelle: Kreisverband FDP Brandenburg/Havel

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