Die Stinknormalen Superhelden aus Rathenow riefen am vergangenen Samstag (08.05.) zur bundesweiten Aktion Girlande der Schande auf.

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Die Stinknormalen Superhelden aus Rathenow riefen am vergangenen Samstag (08.05.) zur bundesweiten Aktion Girlande der Schande auf.

Auch aus Brandenburg an der Havel meldeten sich zwei Teams zur Teilnahme. Neben dem Aktionsbündnis Brandenburg bleibt sauber, koordiniert durch den Für alle Laden, war auch der Krugpark Brandenburg durch die Leiterin Andrea Kausmann und mehrere Auszubildene vertreten.

In mehreren Teams ging es zunächst - mit ausreichend coronabedingtem Abstand - an das Einsammeln von Müll. Die Stinknormalen Superhelden liefen mit den Vertretern des Aktionsbündnises "Brandenburg bleibt sauber", startend vom Packhofgelände aus, durch die Hammrstraße und Große Münzenstraße, weiter durch die Hauptstraße, mit einem kurzen Abstecher zum Salzhofufer, zurück zum Ausgangspunkt am Packhof.

Auf ihrer Tour wurden die bekanntlich kostümierten Superhelden in der Havelstadt herzlich durch mehrere Passanten begrüßt und auf den Grund ihrer Anwesenheit angesprochen. Vor dem Büro der Hanse Crew in der Hauptstraße kam es spontan zu einem Kurzinterview in welchem die Stinknormalen Superhelden und Julia Rehdorf vom Aktionsbündnis "Brandenburg bleibt sauber" Auskunft über die Aktion in unserer Stadt gaben.

Die Auszubildenden des Naturschutzzentrum Krugpark sammelten derweil fleißig den Müll rund um den Ausgangspunk, während Leiterin Kausmann am Packhof bereits die "Girlande der Schande" vorbereitete, auf dem ein Teil des gesammelten Mülls öffenlich sichtbar aufgehängt werden soll.

Mit der bundesweiten Aktion am vergangenen Samstag, bei der mehrere Städte teilnahmen, und die in der Heimatstadt der Stinknormalen Superhelden bereits schon 7x stattgefunden hat, ging es darum die scheinbare "Müllblindheit" in der Republik deutlich zu machen und auf das Problem der Vermüllung aufmerksam zu machen. Denn oftmals sind auch in Brandenburg Straßen, Parks und Spielplätze zugemüllt. Verpackungsmüll, Kippenstummel und OP-/FFP-Masken prägen stark das Stadtbild.

So kann und darf es nicht weitergehen!

"Auch wenn die Verwaltung stets bemüht ist den Müll durch die Stadtreinigung beseitigen zu lassen, so kann es doch nicht sein, dass wir die Stadtverwaltung verantwortlich machen, wenn die Stadt wieder einmal zugemüllt ist. Verantwortlich sind - neben Tieren, die den Müll teils den öffentlichen Mülleimern herausziehen - doch letztendlich unsolidarische Bürgerinnen und Bürger, welche das Müllproblem verursachen. Menschen, die keine Rücksicht auf Mitmensch, Umelt und Natur nehmen. Menschen, welche die Lebensgrundlage Natur scheinbar nur peripher tangiert. Unsere Stadt lebt stark vom Tourismus, was wiederum allen Einwohner*innen zugute kommt, wenn hier wirtschaftliche Entwicklung stattfindet und beispielweise in diesem Sektor Arbeitsplätze erhalten werden können oder vielleicht sogar neue entstehen. Doch die Verursacher des Mülls scheinen nicht zu begreifen, welche Kausalität mit der rücksichtslosen Vermüllung einhergeht. Denn beispielsweise kann ich es mir nicht vorstellen, dass sich Besucher und Touristen extra wegen der Betrachtung von Müll in die Havelstadt begeben, was im Umkehschluss bedeutet, dass damit Geld in der Stadt fehlt, wenn Besucher und Touristen wegen der Vermüllung bei der nächsten Reiseplanung gegen Brandenburg votieren würden und einen Ort ohne Vermüllung vorziehen. Fehlendes Geld würde dann mitunter vielleicht auch bedeuten, dass weniger Geld für die Stadtreinigung vorhanden sein könnte, was wiederum dazu fürhten könnte, dass - spitz gesagt - die Stadt womöglich irgendwann im Müll versinkt. Es gibt Menschen die uns solidarischen Müllbeseitiger oftmals belächeln oder uns sagen, dass wir doch recht doof wären, den Müll anderer Menschen wegzumachen, weil es dafür ja die Stadtreinigung gäbe. Ja, die gibt es und natürlich kann man das ganze wieder auf die Verwaltung abschieben, wenn man den Schwarzen Peter gerne weiterreichen will. Logisch ist das mitunter auch aus der Betrachtung möglicher Gebührenerhöhungen aber nicht. Denn klar könnte die Stadt mehr Personal zur Müllbeseitigung bereitstellen, was letztendlich wohl aller Wahrscheinlichkeit nach dafür sorgen würde, dass die Bürger*innen zur Kasee gebeten werden. Und spätestens dann geht vielleicht manchen Menschen mit viel Glück ein Licht auf, wenn im eigenen Portemonaie wieder ein paar Euro weniger vorhanden sind. Daher ist es aus meiner Sicht ein unverzichtbares Element, dass man sich im Rahmen von Bürgerschaftlichem Engagement solidarisch für andere, als auch besonders für die eigene Stadt - die eigene Heimat - einsetzt, auch wenn manche das nicht verstehen können oder wollen.", so Andreas von Wertheim vom Aktionsbündnis "Brandenburg bleibt sauber".

Ähnlich sieht dies auch Mirko Mieland, Initiator des Aktionsbündnises und des Für alle Ladens, der die Aufräumaktionen im Frühjahr letzten Jahres ins Leben grufen hat, als ihm und seinen Mitstreitern der Müll im Stadtbild von Tag zu Tag immer mehr ein Dorn im Auge ist.

Es ist daher wichtig das Müllproblem zu visualisieren, sichtbar zu machen und den Menschen auch die Zusammenhänge zu erläutern, warum das Müllproblem letztendlich uns allen auf die Füße fällt.

Zum Abschluss der Aufräumaktion am vergangenen Samstag wurde dann auf dem Packhofgelände aus diesem Grund - gemeinsam mit den Stinknormalen Superhelden und dem Team vom Krugpark - die "Girlande der Schande" gespannt, auf welcher der beim Sammeln gefundene Müll sichtbar für alle aufgehängt wurde, um somit auf das Müllproblem in unserer Stadt aufmreksam zu machen.

 

Fotos und Videos von der Aktion findet man auf der Internetseite des FÜR ALLE LADEN unter: https://fueralleladen.de/impressionen-20210508

Infos des Aktionsbündnissses "Brandenburg bleibt sauber" gibt es unter www.brandenburg-bleibt-sauber.de

 

Quelle:

Für alle Laden / Aktionsbündnis "Brandenburg bleibt sauber"

- www.fueralleladen.de

- www.brandenburg-bleibt-sauber.de

Fotos: Andreas von Wertheim

Text: Andreas von Wertheim

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