Verschlafene Planungen und stures Festhalten an Vorgaben sowie mangelhafte Organisation im Land Brandenburg offenbaren das Impfdisaster im Land Brandenburg

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Dr. Dietlind Tiemann (CDU) MdB: "Verschlafene Planungen und stures Festhalten an Vorgaben sowie mangelhafte Organisation im Land Brandenburg offenbaren das Impfdisaster im Land Brandenburg. Die Landesregierung wusste früh genug im Jahr , dass ab Mitte Dezember 2020 der erste  Impfstoff kommt und damit die Einrichtung von Impfzentren, die Bildung von mobilen Impfteams und die organisatorische Vorbereitung der notwendigen Unterlagen in den Senioren- und Pflegeheimen erfolgen muß. Fakt ist, dass in einem Flächenland mit ca. 2,5 Mio. EW gerade erst drei Impfzentren offen sind. Aktuell wird bekannt, dass sich in OPR und BRB a.d.H. ( zuständig für HVL und Pm) die geplanten Impfzentren verzögern. Von den 10 großen Altenheimen in BRB adH ist in drei Heimen das Impfen begonnen worden. Und hier von fehlendem Impfstoff zu sprechen - unglaublich."

"Per 11.1.2021 sind 14.063 Impfungen im Land durchgeführt, bei insgesamt 58500 bereitstehenden Dosen. Hier geht es um die Gesundheit, ja das Leben unserer Bürger - ich bin fassungslos. Übernahme von Verantwortung - Fehlanzeige.“  

Am vergangenen Sonntag wandte sich Dr. Tiemann mit einem offenen Brief an das Gesundheitsministerium Brandenburg. Grund war, die Vereinbarung des Landes Brandenburg mit der Kassenärztlichen Vereinigung erlaubte den Kliniken nur, eigenes Personal sowie Mitarbeiter von Tochterfirmen und Dienstleistern sowie beginnend mit ambulanten Pflegediensten zu impfen. Es wurde nicht gestattet, dass darüber hinaus vorhandener Impfstoff für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, der Polizei oder systemrelevanter Firmen eingesetzt werden. Ministerin Nonnemacher führte aus, dass dem Land nicht genug Dosen zur Verfügung stünden und daneben gemäß nationaler Impfstrategie auf die Impfzentren und mobilen Teams gesetzt würde. Aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institut (RKI) belegen jedoch das Gegenteil.  

Wie jetzt bekannt wurde, ist man trotz dringender Hinweise und offener Briefe zu dem Thema davon abgegangen. 

Das ist eine Schutzbehauptung der Landesregierung, so Dr. Tiemann. In Wirklichkeit soll von der verkorksten Planung der Landesregierung seit Veröffentlichung der nationalen Impfstrategie abgelenkt werden. Wie sonst ist es zu erklären, führt Dr. Tiemann weiter aus, dass sich gestern und heute die Meldungen häufen, die Impfzentren im Rest des Landes müssten ihre Eröffnung weiter nach hinten verschieben. Das Zentrum im Landkreis Ostprignitz-Ruppin verschiebe sich gar in den Februar 2021.

Dr. Tiemann fordert, dass es so nicht weitergehen kann: mit Verweis auf die aktuellen Zahlen des RKI zeigt sich, dass es genug Impfdosen im Land gibt. Wenn es die Landesregierung nicht schafft, die Impfzentren rechtzeitig zu eröffnen, dann sollen die Menschen wenigstens die freien Kapazitäten der Kliniken nutzen dürfen, meint Dr. Tiemann. 

Empfehlungen habe sie auch von niedergelassenen Ärzten in ihrem Wahlkreis erhalten. Diese wurden von Landesregierung und KVBB übergangen und haben daher in eigener Verantwortung die Pflegeheime in ihrer Umgebung mit wichtigen Informationen versorgt. 

„Diesen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gilt mein aufrichtiger Dank und meine große Anerkennung für ihre bereits umgesetzten  Eigeninitiativen sowie für das Angebot der Ärzte unterschiedlicher Fachgebiete, die beim Impfen unterstützen würden.“ , fügt Dr. Tiemann zum Abschluss hinzu.

Quelle: Büro Dr. Dietlind Tiemann MdB

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