Britta Kornmesser: Schluss mit dem Theater am Theater!

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Britta Kornmesser: Schluss mit dem Theater am Theater!

Das Theater ist der kulturelle Leuchtturm in unserer Stadt. Sein Publikum erwartet zu Recht, dass hier künstlerische Angebote entwickelt werden, die möglichst vielen Interessen und Neigungen gerecht werden. Stadt und Land geben dazu viel Geld aus. Dafür hat das Theater aber auch zu liefern! Und die Ansätze dieses Spätsommers, mit vielen gut besprochenen Premieren und Konzerten, ließen das Publikum durchaus optimistisch stimmen. Doch was sich in den letzten Monaten und Wochen imHaus selbst zusammenbraut, wirkt bestenfalls wie eine schlechte Komödie, über die nun wirklich niemand mehr lachen kann. Außenstehende können nur noch den Kopf schütteln über Eitelkeiten, Besserwisserei oder Anmaßungen, die offen oder verdeckt von verschiedenen Seiten in die Öffentlichkeit getragen werden. Das Publikum versteht schon lange nicht mehr, worum es hier eigentlich geht.

Muss es auch nicht! Es verlangt schlichtweg, dass alle am BT ihr Arbeit tun: Von der Theaterleitung über den Dirigenten und den Künstlerischen Leiter zu den Orchestermusikern und den Kräften in Technik und Verwaltung! Wir erwarten, dass der Wirtschaftsplan eine klare Teilung der Finanzen zwischen den Sparten garantiert. Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister und der Aufsichtsrat klare Aufgabenbeschreibungen und Zuständigkeiten definieren. Wir erwarten, dass organisatorisch festgelegte Regeln eingehalten werden. Wir erwarten aber auch, dass die künstlerisch Verantwortlichen die finanziellen Spielräume erhalten, die unverzichtbar sind für Kreativitätund gute Kunst, selbstverständlich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Theaters.

Für die SPD Brandenburg an der Havel zählt, was auf der Bühne passiert und nicht, wer gerade mit wem gerade Ränkespiele spinnt auch im politischen Raum. Oberbürgermeister Scheller muss das Theater zur Chefsache machen und ein Machtwort sprechen!

Sonst bleibt im Theater nur noch Ratlosigkeit im Brechtschen Sinn:Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

Quelle: SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung

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Politik