Weihnachts-Frisieren für sozialschwache Menschen in Brandenburg in der Urselstube

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Leserbrief: Tommy Ringewald

Als ich meine Ausbildung zum Friseur anfing, wusste ich, dass Schönheit den Menschen selbst sehr wichtig ist. Als ich dann nach 3 Jahren meinen Gesellenbrief in der Hand hielt, wusste ich auch, dass Schönheit nicht nur wichtig ist, sondern das die Schönheit auch Menschen unterstützen kann, indem Sie selbst neue Lebenswege eingeschlagen oder durch eine neue Friseur das Selbstbewusstsein gestärkt bekommen.
In meiner Ausbildung beim Starfriseur Dieter Bonnstädter habe ich den Luxus eines Reichen fast tagtäglich gesehen. Für jemanden wie mich, der aus normalen Verhältnissen kommt, war es eine Welt die für mich unbekannt war. Aber als ich ehrenamtlich 2015 bei Frank Zander beim "Großem Weihnachtsessen" unterstützt habe, indem ich und viele andere angehende Friseure, hilfsbedürftigen Menschen sowie Obdachlose die Haare geschnitten habe, ist die Welt für mich gespalten gewesen. Es gibt Menschen die vor Geld und Luxus ihr Leben leben. Diese Menschen haben alles erreicht, was man haben kann.
Gleichzeitig habe ich auch die andere Seite der Welt gesehen. Viele Menschen, die zu Weihnachten alleine sind, sich nicht selbst ein Essen gönnen können, weil sie physisch oder seelisch krank sind. Leider haben viele dieser Menschen einfach kein großes Selbstbewusstsein und legen auch keinen Wert darauf, wie Sie aussehen. Der äußere Eindruck ist der, den man als erstes sieht. Dies ist diesen Menschen aber egal. Vielen geht es darum, zu überleben.
Als ich nach Brandenburg zog, wusste ich, dass in der Gegend von Hohenstücken, sehr viele Menschen leben, die auf Hilfe angewiesen sind. Dadurch habe ich mir selbst Gedanken gemacht und eine Idee ins Leben gerufen. Ich schneide Menschen die Haare. Menschen die selbst sich keinen Friseur leisten können, aus den verschiedensten Gründen. Dadurch lernte ich Nancy Petsch kennen. Nancy betreibt die "Urselstube". Durch ihr konnte ich einen Eindruck gewinnen, wieviel hilfsbedürftige es in Brandenburg gibt. Durch Ihre Unterstützung konnte ich mein Projekt voll durchstarten und planen. Sie stellt mir die Räumlichkeiten der Urselstube zur Verfügung.
Natürlich habe ich mein Projekt schon online gestellt. Gleichzeitig habe ich eine Einladung an das Obdachlosenheim in Brandenburg geschickt.

Mein Projekt wird es sein, am 23.11.2019 von 9-16 Uhr hilfsbedürftigen Menschen sowie die Leute aus der Obdachlosenunterkunft die Haare zu schneiden. Als Vorweihnachtsgeschenk gratis.

Nancy konnte mir selbst auch Unterstützung zusagen. Somit schneide ich nicht alleine Haare an dem Tag. Zwei syrische Friseurinnen unterstützen mich tatkräftig, indem Sie Ihr Handwerk an Frauen ausüben. Ich werde selbst Herren und Damenhaarschnitte durchführen.

Durch viele Unterstützer, die meinen Aufruf gelesen haben, konnte ich Brötchen organisieren und selbst eine Frau wird den Tag helfen, die Uselstube wieder auf Vordermann zu bringen. Weitere Unterstützung konnte ich sichern, indem freiwillige Kuchen backen. Darunter hat sich selbst meine beste Freundin gemeldet.

Wer will uns noch unterstützen, indem Er/Sie selbst noch Kleinigkeiten gibt, sei es als Salat, Kuchen, Essen oder einfach kleine gepackte Weihnachtsgeschenke aus Süßigkeiten etc?

Natürlich bin ich auch auf eure Hilfe angewiesen! Ich bitte euch, sobald ihr jemanden kennt, der sowas verdient, indem er mich an diesem Tag besucht, dann sagt Bescheid!

Ich bitte aus organisatorischen Gründen, vorher einen Termin auszumachen, sodass nicht unnötige Wartezeiten entstehen. Gleichzeitig bitte ich euch, aus hygienischen Gründen mit gewaschenen Haaren zu kommen.

Da dies eine freiwillige Aktion ist, können wir aus haftungstechnischen Gründen nur Erwachsenen (ab 18.Jahren) die Haare schneiden.
Sobald ihr einen Termin ausmachen möchtet, ruft mich einfach unter folgender Nummer an oder schreibt mir direkt bei Facebook. Ich bin dort zu finden unter Tommy Ringewald.
Tel.Nummer 0162/7196579

Ich möchte auch DANKE sagen. Danke für die vielen positiven Feedbacks und das fleißige Teilen meines Aufrufes.
Danke an die Unterstützer die mir Ihre Hilfe zugesagt haben.
Danke an Nancy Petsch für die Bereitstelung der Räumlichkeiten.

Danke an alle redaktionellen Beiträge von den ganzen Verlagen.

Es grüßt euch

Tommy Ringewald

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