Anrufbetrüger waren wieder auf dem Görden und Hohenstücken aktiv – Polizei warnt erneut

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Anrufbetrüger waren wieder auf dem Görden und Hohenstücken aktiv – Polizei warnt erneut

07.11.2019

Gleich drei Fälle von versuchten Telefonbetrügereien, diesmal in Form von so genannten “Enkeltricks“ wurden der Brandenburger Polizei am gestrigen Tag angezeigt. Glücklicherweise fiel keine der angerufenen Damen und Herren – alle waren zwischen 70 und 90 Jahren - auf die Anrufer rein. Eine Seniorin schilderte den Polizisten später folgende Vorgehensweise. Sie wurde am frühen Vormittag von einer weiblichen Stimme angerufen, die sie in ein Gespräch verwickelte, wobei die Rentnerin die Stimme der Anruferin erkennen sollte. Als die Anzeigende den Namen ihrer Enkelin nannte, gab ihr die Anruferin Recht und erzählte der älteren Dame, dass sie etwas Teures kaufen wolle und fragte, ob ihr die vermeintliche Oma mit Bargeld aushelfen könnte. Die Anzeigende durchschaute jedoch den Trick und blieb schadlos. Die Polizei nahm Anzeigen wegen des versuchten Betrugs auf und warnt an dieser Stelle nochmals die Bevölkerung sowie insbesondere Angehörige von älteren Bürgern und möchte Angestellte von Banken und Sparkassen sensibilisieren:

 

Sich niemals auf solche oder ähnliche telefonische Auskunftsbegehren, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer, einzulassen. Die Polizei würde Bürger niemals am Telefon auffordern Ihre finanzielle Situation zu schildern, oder Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat und rufen Sie anschließend Ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten, im Telefonbuch eingetragenen Telefonnummer oder die 110 an.

 

Verhaltensweisen im Überblick:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen.
  • Geben Sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin, damit Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.

·       Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer nicht mit Namen melden, wenn Sie sich als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.

·       Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

·       Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.
  • Bevor Sie jemanden Ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte Ihre örtliche Polizeidienststelle.
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER POLIZEI!
  • Haben Sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei.

Die erreichen sie unter der Nummer 110!

·       Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden? Zeigen Sie die Tat unbedingt an. Dies kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

·       Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

·       Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zu Hause, sondern in der Bank oder einem Schließfach auf.

 

Weitere Hinweise finden Sie unter anderem auch im Bürgerportal der Polizei des Landes Brandenburg unter https://polizei.brandenburg.de/liste/informationen-rund-um-das-thema-betrug/416294

Quelle: Polizei

Bildbeispiel: pixabay

 

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